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Handball-Oberliga : Debakel ohne „Backe“

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Esinger Handballer kommen ohne Haftmittel gegen St. Pauli nicht klar und verlieren 14:26

shz.de von
erstellt am 21.Sep.2015 | 16:00 Uhr

Wenn eine Mannschaft mit dem höheren technischen und spielerischen Potenzial in der Handball-Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein mit 14:26 (4:16) unterliegt, reibt man sich als Experte zunächst einmal ungläubig die Augen. Das junge Team von Aufsteiger TuS Esingen verlor beim FC St. Pauli sogar verdient – aber nicht, weil die Gastgeber das bessere Team hatten. Entschieden wurde das Spiel, weil in St. Paulis Hallen kein Haftmittel benutzt werden darf.

Zwar hatten die Tornescher in der Woche ohne „Backe“ trainiert, im Wettkampf waren die Jungs jedoch nicht in der Lage, auf jenen dynamischen und schnellen Handball zu verzichten, der sie bis dato zu zwei überzeugenden Siegen in der Klasse geführt hatte.

St. Pauli zeigte eine taktisch reife Leistung. Geführt von Routinier Klaus Häfele (ehemals TSV Ellerbek) nutzten die Hamburger die Esinger Unsicherheiten und führten schnell mit 5:0. Der glatte Ball rutschte den TuS-Spielern reihenweise aus den schweißnassen Händen, und selbst frei gespielt oder bei zwei vergebenen Siebenmetern bekamen sie nicht ausreichend Druck auf den Ball und scheiterten.

Die Tornescher Trainer Claas-Peter Schütt und Till Krügel versuchten das Desaster durch eine Umstellung der Abwehr auf ein aggressives 5:1-System abzuwenden. Erreicht wurde jedoch nur eine ausgeglichene zweite Hälfte. „Bis auf zwei Situationen, wo sie die Köpfe hängen ließen, haben die Jungs alles versucht“, nahm Coach Schütt seine Crew in Schutz. Für den Beobachter bleibt das Fazit, dass es ein Haftmittelverbot im Leistungshandball nicht geben darf. Vereine, die das nicht sicherstellen können, sollten künftig nur noch in unteren Ligen spielen.

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