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Fußball Oberliga : Das Wochenende der Wahrheit

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

VfL Pinneberg und SV Halstenbek-Rellingen wollen in Duellen mit direkten Konkurrenten noch einmal ins Titelrennen eingreifen.

shz.de von
erstellt am 17.Apr.2015 | 16:00 Uhr

Joachim Dipner, als Spielausschussvorsitzender des Hamburger Fußball-Verbandes (HFV) zuständig für die Spielpläne, ist nicht selten der Kritik der Amateurfußballer ausgesetzt. Mit Blick auf den kommenden 29. Spieltag der Oberliga aber, kann man Dipner nur gratulieren. Als hätte er geahnt, wer im Saisonendspurt um den Titel mitspielen wird, sind die Partien des kommenden Wochenendes so angesetzt, dass gleich vier Teams aus den Top fünf des Tableaus direkt aufeinandertreffen werden.

Dabei empfängt der Fünfte, die SV Halstenbek-Rellingen am Sonntag (14 Uhr) den Ersten, Meister TuS Dassendorf. Der VfL Pinneberg (Vierter) muss tags zuvor beim Zweiten SC Victoria antreten (13.30 Uhr). Der fünfte Titelkandidat im Bunde, Barmbek-Uhlenhorst, empfängt am Sonntag Paloma zum Uhlenhorster Derby. Für die beiden Teams aus dem Kreis Pinneberg ist es das Wochenende der Wahrheit. Verlieren sie ihre Duelle, wären sie raus aus dem Titelrennen. Aber: Gewinnen beide und BU spielt nur remis, wäre der VfL plötzlich wieder Erster (allerdings mit einem absolvierten Spiel mehr als Dassendorf und Vicky) und HR ebenfalls wieder dick im Geschäft.

Wobei: Wollen die Pinneberger überhaupt noch einmal oben angreifen? Oder gibt der VfL nach zuletzt zwei Niederlagen in Folge den Kampf um die Meisterschaft auf? Die jüngste Maßnahme, gleich fünf Spieler aus dem Kader (Sascha Bernhardt, Sören Lühr, Hendrik Boesten, Florian Holstein und Keeper Zakaria Chergui) bis zum Saisonende nach Bedarf an die stark abstiegsbedrohte zweite VfL-Mannschaft (Landesliga) abzustellen, lässt das vermuten.

„Es stimmt, wir lassen die Saison ganz locker ausklingen“, sagt VfL-Trainer Michael Fischer vor dem so wichtigen Duell an der Hoheluft – laut lachend fügt er jedoch sofort an:„ Quatsch! Fakt ist, dass wir in den vergangenen Wochen gestrauchelt sind und deshalb nur noch theoretische Chancen auf den Oberligatitel haben. Da muss man abwägen. Und für den gesamten Verein ist es wichtig, dass die zweite Herrenmannschaft als Unterbau in der Landesliga bleibt. Die Spieler, die wir dorthin abgeben, sind aber Akteure, die zuletzt in der Ersten nicht immer zum Einsatz kamen.“

Das Fischer-Team will weiterhin zur Stelle sein, wenn die Konkurrenz patzt. Dafür muss aber die notorische Abschlussschwäche der letzten Wochen abgestellt werden (nur drei Tore aus den letzten fünf Partien). „Die Anzahl der Tore ist nicht das Problem, es hätten ja auch drei 1:0-Siege gelangt. Das Problem ist die fehlende Effektivität. Wir betreiben viel Aufwand, haben viele Chancen, der Ertrag ist aber bescheiden“, weiß Fischer – das soll sich an der Hoheluft ändern. Der VfL (weiterhin ohne den Verletzten Christian Dirksen) will kompakt stehen und kontern. Wie im Hinspiel (3:0) sollen notfalls Standardsituationen zum Erfolg verhelfen.

Nicht nur für die Pinneberger ist es das Wochenende der Wahrheit. Auch die SV Halstenbek-Rellingen hat gegen Dassendorf ein wegweisendes Heimspiel vor sich. Im Hinspiel siegte die Elf von Trainer Thomas Bliemeister sensationell mit 4:2. Das Spiel ist auch HRs Co-Trainer Matthias Reincke noch bestens in Erinnerung: „Ein starker Auftritt von uns, auch wenn wir damals noch ein anderes Team waren, da sich seither viele verletzten.“ Reincke hat sein Team unter der Woche vor allem vor Dassendorfs Mittelfeld-Antreiber Sven Möller gewarnt, mit dem er selbst noch vor drei Jahren beim SV Curslack-Neuengamme zusammenspielte. „Er ist beidfüßig, wir dürfen ihn am Strafraum nicht zum Schuss kommen lassen“, sagt Reincke, der aber auch weiß: „Dassendorf ist mehr als Möller, wir müssen auf jeden Spieler achten.“ Gut, dass sich bei den Baumschulern die zuletzt grippekranken Ümit Karakaya und Jan Novotny fit gemeldet haben. Julian Mentz und Timo Wieckhoff kämpfen noch mit muskulären Problemen, wollen aber dabei sein. Für das Wochenende der Wahrheit kann HR jeden Mann gebrauchen.  

 

 

 

 

 

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