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„Das war komplettes Neuland“

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Fußball: Die Torhüter der hiesigen Oberligisten blicken auf die Hinrunde zurück – Heute Teil 2: Kevin Tittel (SV Halstenbek-Rellingen)

shz.de von
erstellt am 31.Dez.2013 | 00:33 Uhr

Nach dem Ende der Hinrunde lässt unsere Zeitung Protagonisten der drei hiesigen Fußball-Oberligisten auf die seit Saisonstart bestrittenen Partien zurückblicken. In diesem Jahr sind es die Torhüter, die den bisherigen Saisonverlauf aus Ihrer Sicht schildern. Sie fiebern aus ihren Strafräumen heraus mit, haben die Aktionen direkt vor sich und sind nicht selten spielentscheidend. Welche waren ihre schönsten Siege, welche die bittersten Niederlagen? Gab es besondere Highlights mit den Teamkollegen außerhalb des Fußballplatzes? Und was nehmen sich die Keeper mit ihren Teams für die Rückrunde vor? Im zweiten Teil unseres dreiteiligen Hinrunden-Rückblicks äußert sich heute

Kevin Tittel (19)

. Der Keeper der SV Halstenbek-Rellingen, der sich von Woche zu Woche mit seinem Pendant Adrian Matthäi im Kasten der Rellinger abwechselt, blickt auf eine Hinserie mit Höhen und Tiefen zurück. Der Oberliga-Neuling spricht über die „schwere Zeit“ nach der 1:7-Klatsche beim SV Rugenbergen, sowie über die „außergewöhnliche Konkurrenzsituation“ auf der Torwartposition bei HR.


Die erste Hinserie im Herrenbereich liegt hinter Ihnen. Wie fällt ihr Fazit aus?
Kevin Tittel: Ich bin zufrieden mit meinen ersten Monaten in der Oberliga. Ich wurde von der Mannschaft super aufgenommen und habe meine Einsätze bekommen. Mein Pflichtspieldebüt in der ersten Runde vom Oddset-Pokal (1:0 gegen Germania Schnelsen, d. Red.) war zudem ein echtes Highlight für mich. Es waren jedoch einige Auf und Abs dabei.

Meinen Sie damit die 1:7-Niederlage gegen SV Rugenbergen am zweiten Spieltag?
Tittel: Dieses Ergebnis war wirklich sehr schwer zu verdauen. Ich brauchte zwei bis drei Tage, um mich zu sammeln und alles zu verarbeiten. Das Echo aus den Medien war enorm, so etwas war ich aus der Jugend nicht gewohnt. Es war ja nicht so, als hätte ich sieben Böcke geschossen, dennoch macht man sich angesichts so einer Pleite seine Gedanken.

Anschließend fanden Sie sich vom dritten bis zum siebten Spieltag auf der Bank wieder. Wie sind Sie mit dieser Situation umgegangen?
Tittel: Coach Thomas Bliemeister hatte das Gespräch mit mir gesucht und wollte mich ein wenig aus der Schusslinie nehmen. Im Nachhinein tat mir die Pause sicherlich gut. Nach der unglücklichen Verletzung von André Alves Lopes (Torhüter Nummer drei, d. Red. ) erhielt ich wieder meine Chance und wollte mich beweisen.

Sie sprechen damit die Rückkehr am siebten Spieltag gegen den Niendorfer TSV an. Kurze Zeit später waren Sie jedoch erneut zu einer Pause gezwungen.
Tittel: Das stimmt. Es war sehr ärgerlich, aber es stand eine Klassenreise nach Südfrankreich an. Wir haben dort einen Surfkurs gemacht. Ich war insgesamt neun Tage unterwegs und als ich wieder im Training war, hatte sich die Situation verändert.
Ihr Trainer hatte sich fortan für eine Rotation zwischen Ihnen und Matthäi ausgesprochen. Wie haben Sie diese Nachricht aufgenommen?
Tittel: Als Fußballer möchte man natürlich in jedem einzelnen Spiel auf dem Platz stehen. In meiner vorherigen Jugendlaufbahn war ich stets Stammkeeper und somit ist diese Konstellation absolutes Neuland für mich. Ich habe mich allerdings mit der Rotation abgefunden und möchte mich in jedem Training und bei jedem Einsatz empfehlen.

Im Laufe der Rückserie dürfte auch Alves Lopes zurückkehren. Haben Sie Angst vor einem dauerhaften Platz auf der Bank?
Tittel: Auf keinen Fall. Ich wollte durch meinen Wechsel zu HR meine persönliche Entwicklung vorantreiben. Ich glaube, ich befinde mich auf einem guten Weg. Wie es im Laufe der Rückrunde allerdings mit den Einsatzzeiten aussehen wird, weiß ich nicht. Bislang hat sich der Trainer nicht dazu geäußert, wie mit der Position im Tor in Zukunft umgegangen wird.

Apropos Zukunft. Was darf man vom Team in der Rückserie erwarten?
Tittel: Einiges. Wir blicken auf eine gute Hinserie zurück und waren vom dritten bis zum 19. Spieltag ungeschlagen. Das zeigt, dass wir über eine enorme Qualität verfügen. Zuletzt sind wir jedoch ein wenig in der Tabelle abgerutscht. Wir wollen in der Rückrunde aber noch einmal oben angreifen.

Was möchten Sie rückblickend auf die Rückrunde noch loswerden?
Tittel: Ich möchte mich bei allen Verantwortlichen und der Mannschaft für den tollen Empfang bedanken. Es ist nicht leicht als Jugendspieler in den Herrenbereich zu wechseln, allerdings hat mir der gesamte Verein bei diesem Schritt geholfen. Auch der Konkurrenzkampf mit Adrian Matthäi und André Alves Lopes ist immer fair und kollegial. Wir ziehen alle an einem Strang. Ich bin froh, mich für den Wechsel entschieden zu haben.




Im 3. Teil lesen Sie den Rückblick von Dennis Schultz, Torhüter vom SV Rugenbergen.

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