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Handball : Das Trauma überwinden

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

HSG Horst/Kiebitzreihe bittet zum Spitzenspiel in der schleswig-holsteinischen Landesliga Mitte

Eine nie gekannte Anspannung liegt in der Horster Luft. Eine Anspannung, die sich um 20.30 Uhr noch einmal ins Unermessliche steigern wird. Zumindest, wenn man Verantwortlicher, Spieler, Anhänger oder einfach nur Sympathisant der Haie ist. Denn heute Abend steigt das Spiel der Spiele zwischen der HSG Horst/Kiebitzreihe, dem Tabellenführer, und seinem ärgsten und einzigen Verfolger Büdelsdorfer TSV.

„Welcome to hell“ titelt die HAI Entertainment Crew und meint damit ihre „Hölle Horst“, wie die Sporthalle der Jacob-Struve-Schule seit langem nur noch genannt wird. Die Konstellation ist klar. Bei einem Sieg der Haie wäre die Meisterschaftsfrage zugunsten der Gastgeber vorzeitig entschieden. Sie wären dann uneinholbar Meister und damit Aufsteiger in die Schleswig-Holstein-Liga. Bei einem Unentschieden oder gar einer Heim-Niederlage wäre die Entscheidung vertagt.

Schleswig-Holstein-Liga – Wie ein Traum(a) liegt diese Spielklasse seit Jahren in den Köpfen der Verantwortlichen und Spieler der Haie. Seit Gründung der Handball-Spielgemeinschaft am 19. April 2010 wurde dieses Ziel immer wieder ausgerufen und nie erreicht.

Jetzt also scheint die fünfte Liga zum Greifen nahe. Niklas Kaven, Torwart und Rückhalt der Mannschaft, hat die letzten sechs Jahre als einer der wenigen verbliebenen Aktiven miterlebt, angefangen noch unter dem damaligen Trainer Heinz-Werner Tretow.

„Heinz-Werner hat nach der Fusion den Grundstein gelegt“, erinnert sich Kaven an die Zeit mit „Toffi“, wie der Übungsleiter nur genannt wurde. „Mit Kuno ist dann in den letzten fünf Jahren alles professioneller geworden“, schreibt der Haie-Keeper Kuhnke einen enormen Anteil am durchgemachten Wandel ins Buch.

Jetzt versucht Werner Zink in die Liga zurückzukehren, in der er sich mit seiner zuvor trainierten HSG Kremperheide/Münsterdorf bereits bestens auskennt – und mit ihm Jannick und Philipp Mogge sowie Finn Nissen. „Werner sitzt in den Köpfen, geht in die Psyche“, umschrieb „Nicki“ Kaven unmittelbar vor dem Abschlusstraining am Mittwoch den aktuellen Chef am Spielfeldrand.

Heute Abend gegen 22 Uhr herrscht Gewissheit, ob Werner Zink vorzeitig sein Meisterstück bei den Haien abgeliefert hat – ohne den verletzten Philipp Mogge, aber hoffentlich mit dem angeschlagenen Lasse Pingel.

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