Das Lechzen nach Erfolg

fcelmshornlogo
1 von 4

Fußball-Landesliga: Zum Rückrundenstart empfängt der FC Elmshorn am heutigen Freitag den SSV Rantzau

shz.de von
09. November 2018, 16:00 Uhr

15 Spiele absolviert, 15 Spiele stehen noch aus: Halbzeit in der Landesliga Hammonia. Zeit zum Ausruhen bleibt den Fußballern allerdings nicht, bereits am heutigen Freitag beginnt die Rückrunde. An der Wilhelmstraße kommt es dabei zum Kreisderby zwischen dem Gastgeber FC Elmshorn und Aufsteiger SSV Rantzau (Anpfiff um 19.30 Uhr). Mit 19 (SSV) respektive 13 (FCE) Punkten blicken beide Teams auf unterschiedliche Hinrunden zurück, dennoch lechzen beide Klubs gleichermaßen nach einem Erfolg.

Die Barmstedter haben sich gut in der neuen Liga akklimatisiert und ziehen als Tabellenzehnter ein durchaus positives Zwischenfazit. „Ein Punkt aus den vergangenen drei Spielen sind zu wenig, ansonsten können wir sehr zufrieden mit der bisherigen Saison sein“, sagt Kapitän Flemming Bruns (26), der angesichts des Negativ-Trends seine Elf vor dem Derby unter Zugzwang sieht. „Wir haben unter der Woche Klartext geredet und wollen zurück in die Erfolgsspur. Wir haben das Potenzial, um mit jedem Team mitzuhalten. Das gilt es wieder zu zeigen und wir wollen gegen Elmshorn damit anfangen“, so der Chemische Verfahrenstechniker.

Seit 2012 geht der Offensiv-Akteur nunmehr beim SSV auf Torejagd und fühlt sich auch nach den ganzen Jahren weiterhin sichtlich wohl in Barmstedt. „Die Stimmung im Team ist sehr gut. Es ist bezeichnend, dass quasi 80 Prozent der Spieler nach dem Training mit dem Fahrrad nach Hause fahren können“, hebt der Linksfuß den Zusammenhalt innerhalb des Teams sowie die Klub-Verbundenheit hervor.

Helge Kahnert schnürt seit knapp drei Jahren seine Schuhe für den FC Elmshorn. Der Innenverteidiger ist ein Mann klarer Worte und hält angesichts der ernüchternden Hinrunde nicht mit Kritik hinterm Berg. „Wir stehen nicht zu Unrecht da unten drin. Uns unterlaufen bislang einfach zu viele leichte Fehler und wir spielen nicht konstant genug“, so der 30-Jährige, der aufgrund des verletzungsbedingten Ausfalls von Daniel Witt die Kapitänsbinde beim Tabellen-14 übernommen hat. Ein weiterer Grund für die überschaubare Punkteausbeute sei die personelle Situation. „Wenn einem Woche für Woche mehrere Stammspieler fehlen, ist es schwer zu punkten. Wir haben natürlich enormes Verletzungspech, jedoch sind wir meiner Meinung nach mit einem zu dünnen Kader in die Saison gestartet“, äußert der Postangestellte Kritik.

Angesprochen auf die Favoritenrolle am heutigen Freitag halten sich beide Kapitäne bedeckt. „Wir müssen abwarten, wer beim FCE überhaupt auflaufen kann. Allerdings müssen wir so oder so von Beginn an wachsam sein“, erklärt Bruns. Sein FCE-Pendant äußert sich ähnlich: „Rantzau hat ein gutes Team, einen erfahrenen Trainer. Wir werden ein gutes Spiel zeigen müssen“, fordert Kahnert.

Eins ist klar: Ein Erfolg zum Rückrundenauftakt wäre aktuell für beide Teams die beste Medizin.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen