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Fußball-Oberliga : Das Casting hat bereits begonnen

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Beim VfL Pinneberg bahnt sich ein kleiner Umbruch an / SV HR hat Landau auf dem Zettel / SV Rugenbergen kämpft mit den Kräften

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erstellt am 13.Nov.2015 | 16:00 Uhr

Er möchte dem SV Lurup gegenüber nicht respektlos auftreten. Aber den Begriff „Sechs-Punkte-Spiel“ will Michael Fischer, Trainer der Oberliga-Fußballer des VfL Pinneberg, vor dem Duell am Sonntag (14 Uhr) an der Flurstraße auch nicht gebrauchen. „Es ist eine ganz normale Drei-Punkte-Pflichtaufgabe“, sagt der 48-Jährige über die Partie gegen den abgeschlagenen Tabellenletzten (ein Punkt, 5:71 Tore), der zwar sportlich in die höchste Hamburger Spielklasse aufgestiegen war, dann aber aufgrund des Rückzugs seines Hauptsponsors etliche Spieler verlor, um sich seither mit einem kaum oberligatauglichen Kader durch die aktuelle Saison zu schlagen. Auf die leichte Schulter wird der VfL die vermeintlich einfache Aufgabe allerdings nicht nehmen.

„Wir nehmen das Spiel sehr ernst und ich erwarte von meiner Mannschaft, dass sie höher als 1:0 gewinnt, 90 Minuten Vollgas gibt“, betont Fischer. Konsequentes Pressing soll dabei das Mittel zum Zweck sein. Fischer plant, auf ein offensives 3-1-4-2-System umzustellen und auch personelle Veränderungen vorzunehmen. Christian Kulicke sowie die Brüder Daniel und Luis Diaz drängen in die Startelf.

Ohnehin stehen alle Akteure unter Beobachtung. Nachdem der VfL vor gut einer Woche bekannt gab, dass Noch-Spieler Thorben Reibe Fischer im Sommer 2016 auf der Trainerposition beerben wird, hat das Casting begonnen. Mit wem will Reibe weitermachen? Wer drängt sich auf? Wer muss 2016 gehen und von wem könnte sich der Verein von der Fahltsweide womöglich schon in der Winterpause trennen?

„Gut möglich, dass wir uns im Winter von Spielern trennen müssen, bei denen es aus sportlichen oder beruflichen Gründen nicht mehr passt“, verrät Fischer und erklärt, dass er mit Reibe diesbezüglich bereits in engem Kontakt stehe.

Nicht ausgeschlossen ist, dass der ehemalige Akteur des VfR Horst seine Kontakte in den Kreis Steinburg spielen lässt und schon im Winter Neuzugänge an die Fahltsweide lotsen wird. Inwiefern dann noch Ligamanager David Fock in die Planungen eingebunden sein wird, ist – Stand jetzt – offen. Der 41-Jährige soll mit der Verpflichtung des weitgehend unerfahrenen Reibes als neuem Chefcoach nicht einverstanden gewesen sein und plant deshalb offenbar, den Klub zu verlassen. Schon im Winter? Da Fock derzeit noch im Urlaub am Mittelmeer weilt, will er sich zu seiner Zukunft in Pinneberg erst in den kommenden Tagen äußern.

Der SV Rugenbergen kämpft nach einer bis dato sehr zufriedenstellenden Hinrunde mit schwindenden Kräften – und das ausgerechnet im „heißen November“ Denn nach dem 1:1 gegen Meister Dassendorf stehen nicht minder schwierige Aufgaben bis zur Winterpause an. Am Sonntag (11.30 Uhr) gastieren die Bönningstedter zunächst beim SC Condor, danach kommt der SC Victoria (21. November), bevor das Derby bei der SV Halstenbek-Rellingen (29.11.) ansteht. „Wir kriechen derzeit etwas auf dem Zahnfleisch“, gesteht SVR-Coach Ralf Palapies. Stürmer Max Scholz (Schambein) muss weiter passen, Dennis von Bastian hat gerade eine Knie-OP hinter sich gebracht, zudem plagen Broder Hansen Adduktoren-Probleme und Patrick Ziller lag unter der Woche mit einem Magen-Darm-Infekt flach. „Der Kader ist nicht so breit, um das Woche für Woche auffangen zu können“, so „Pala“. Bei der Zweiten Mannschaft wird er sich aber nicht bedienen und etwa erneut den gut aufgelegten Max Gerckens berufen. „Die brauchen selbst jeden Punkt, um in der Bezirksliga oben dran zu bleiben.“

Auch HR will mit einem Sieg am Sonntag gegen den punktgleichen SV Curslack-Neuen- gamme oben dranbleiben (14 Uhr). „Alle sind fit, auch Yakup Telli, der aber erst noch Spielpraxis in der Zweiten sammeln soll“, so HR–Betreuer Thomas Berg. Es gelte, so Berg weiter, auf Curslacks Stürmer Jan Landau aufzupassen. Der hatte Curslack beim letzten Auftritt am Lütten Hall zum 2:1-Sieg verholfen.  

 

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