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American Football : Das Abenteuer beginnt

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

American Football: Fighting Pirates starten in die 2. Bundesliga / Chefcoach Stefan Mau: „Die Jungs sind fit“

shz.de von
erstellt am 26.Apr.2014 | 15:59 Uhr

Mit einem Auswärtsspiel bei den Lübeck Cougars beginnt am Sonnabend für die Elmshorner Fighting Pirates das Abenteuer German Football League 2 (GFL2). Kickoff ist um 17.30 Uhr im Lübecker Stadion Buniamshof.

 Der Kader ist so groß wie noch nie. Theoretisch könnte der Elmshorner Chefcoach Stefan Mau aus 70 Akteuren auswählen. Von den 28 Neuzugängen fallen aber drei langzeitverletzt aus: der aus der EMTV-Basketballsparte gekommene Christian Pilarczyk, Kristian Engli von Mitaufsteiger Hildesheim Invaders sowie der von den Junioren der Hamburg Blue Devils gekommene Adam Hecher, der sich im Testspiel gegen die Berlin Rebels vor zwei Wochen das Schienbein gebrochen hat.
 Die große Anzahl an Spielern dürfte aber nötig sein, da die Saison bei acht Teams in der Nord-Staffel sehr lang ist. „In den USA sind in der höchsten College-Division elf Spiele, wir haben mit reinen Amateuren 14 – das ist absoluter Wahnsinn“, sagte Mau. Das Saisonziel ist daher der Klassenerhalt. Wie das klappen soll, erläutert Mau im Interview.

Was haben Sie in der Vorbereitung im Vergleich zur Regionalliga anders gemacht?
Stefan Mau: Gar nichts – sonst müsste ich ja zugeben, dass wir im vergangenen Jahr etwas falsch gemacht hätten. Was soll ich auch anders machen? Wir sind alles motivierte Spieler und motivierte Trainer. Dieses Jahr ist es nur extrem wichtig, dass wir Trainer den Gegner gut analysieren – und das haben wir gemacht. Wir werden unsere Spieler gut auf den Gegner einstellen.
 Das A und O ist, dass wir im Kader die Tiefe verbessern konnten. Wir haben eine Truppe, die will. Das muss reichen, um in der GFL2 Spiele zu gewinnen.

Wie integrieren Sie 28 Neuzugänge?
Das war zunächst extrem schwer, weil auch komplette Anfänger dabei waren. Es war von den Neulingen unbewusst gewählt ein unglücklicher Zeitpunkt. Ich kann ihnen während der Vorbereitung keine komplett neue Sportart beibringen. Darüber haben wir mit allen geredet. Es gibt auch Ausnahmen wie Christian Pilarczyk, den man sicher auch schon in dieser Saison bringen kann. Priorität hatte aber, mit den erfahrenen Spielern am System zu arbeiten.
 Insgesamt muss man sagen, dass die Kadertiefe wirkt. Wir Trainer hatten alles so machen können, wie wir uns das vorgestellt haben. Ich musste zum Beispiel nie einen auf die Minute ausgearbeiteten Trainingsplan umstellen. Die Kadertiefe wird uns auch über die lange Saison hinweg helfen.

Mit welchem Stand gehen Sie und die Spieler Sonnabend in die Saison?
Die Jungs sind absolut da, wo sie sein sollen. Wir hoffen, im Laufe der Saison den einen oder anderen noch athletisch mehr in Schwung zu bekommen, aber technisch ist alles sehr gut. Es kommt jetzt darauf an, wie im Spiel ein Zahnrad in das nächste greift. Wir spielen eine sehr anspruchsvolle Defense und Offense.

Macht es nervös, wenn das GFL-Logo auf den Trikots prangt?
Überhaupt nicht, das ist gar keine Frage. Aber Spiele wie letztes Jahr gegen Hannover oder die Buccaneers, wo wir grottenschlecht gespielt und hoch gewonnen haben, wird es nicht mehr geben. Es werden harte Spiele und wenn, werden wir knapp gewinnen. Football spielen wenn im dritten Viertel alles entschieden ist, kann jeder. Ich bin gespannt, wie die Mannschaft mit Drucksituationen umgeht: Es gibt für die Zuschauer nichts spannenderes und für die Spieler nichts psychisch anstrengenderes.

Wie schätzen Sie die Lübeck Cougars ein, wie die anderen Teams der Staffel?
Ich schätze jeden Gegner als sehr stark ein – und das ist kein Angst- oder Bange machen. Wir wissen alle nicht genau, was da kommt. Wir haben vergangenes Wochenende die Hamburg Huskies gegen Bielefeld Bulldogs beobachtet. Die Huskies waren insbesondere in der Defense stark, aber wir haben nichts gesehen, was unschlagbar ist. Auch Lübeck ist in der Verteidigung gut und hat gute Importspieler. Ich will aber nicht über Stärken und Schwächen der Gegner philosophieren. Ich will nur eins: Nach Lübeck fahren und gewinnen.


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