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VfL Pinneberg : Dank Training zur inneren Stärke

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Heidi Hammerschmitt-Klatt (VfL Pinneberg) setzt in der schnelllebigen Fitnessbranche auf die Body Art- und Deep Work-Programme

shz.de von
erstellt am 21.Jan.2016 | 16:00 Uhr

„Ich kann mir ein Leben ohne Bewegung nicht vorstellen. Ich war nie ein Couch-Potato und kann auch keiner sein“, sagt Heidi Hammerschmitt-Klatt, Leiterin des Fitnessbereichs beim VfL Pinneberg. Bereits mit 13 Jahren gab die heute 39-Jährige erste Trainingskurse. „Ich bin mit Kids Dance gestartet. Damals musste noch ein Erwachsener dabei sein“, erinnert sich Hammerschmitt-Klatt. Mit 16 Jahren machte sie den Übungsleiterschein und unterrichtete Aerobic, Step-Aerobic, Dance Aerobic. Heute gibt die Diplom-Ökotrophologin Kurse vom klassischen Bauch-Beine-Po bis zum Ganzkörper-Langhanteltraining Hot Iron. Doch ihre persönlichen Favoriten sind Body Art und Deep Work.

„Body Art mache sich seit 15 Jahren und dann kam irgendwann Deep Work dazu“, sagt Hammerschmitt-Klatt. Entwickelt wurden die Fitnessangebote vom Schweizer Choreografen und Tänzer Robert Steinbacher als Ergänzung zum Tanz. „Er hat festgestellt, dass Tänzerinnen und Tänzer sehr beweglich sind, oft aber wenig Kraft für die Spannung haben, um ihr Bein oder eine Position zu halten“, erläutert Hammerschmitt-Klatt. Der Sport verbinde Beweglichkeit, Kraft und Spannung. „Ich komme zwar nicht vom Tanzen, aber das Training hat mich sofort überzeugt“, so die Fitness-Leiterin des VfL Pinneberg. Das Body-Art-Training sei sehr gut, mit langen Haltezeiten. „Es ist auch immer eine Auseinandersetzung mit sich selbst“, so Hammerschmitt-Klatt. Denn fernöstliche Ansichten seien in das Programm eingeflossen. „Beide Programme richten sich nach innen. Es ist kein Yoga, aber hat schon yogische Effekte, auch wenn es keinen spirituellen Hintergrund hat“, sagt Hammerschmitt-Klatt. Denn Basis sei immer der Ausgleich zwischen Ying und Yang. Ein Vorteil der Programme: „Man braucht nicht viel Training, um Ergebnisse zu sehen.“ Zwei Einheiten pro Woche würden ausreichen. „Lieber zweimal richtig, als öfter, aber halbherzig trainieren“, ist die Trainerin überzeugt. Generell gelte für die Kurse aber: „Wer das macht, hat auch das Ziel zu trainieren.“

Während beim Body Art alle Altersgruppen angesprochen werden, sind beim Deep Work eher jüngere Teilnehmer dabei. „Wenn wir im Ausdauerbereich unterwegs sind, kriegen wir nicht mehr alle Altersgruppen. Es sind dann schon die Jüngeren , die dabei mitmachen“, sagt Hammerschmitt-Klatt. Während beim Body Art etwa 45 Teilnehmer in zwei Kursen trainieren, seien es beim Deep Work etwa 20. „Nach einer Stunde ist man komplett fertig. Aber nicht energetisch. Man ist nicht ausgelaugt, sondern harmonisiert, weil man etwas gemacht hat. Energiegeladen, auch wenn man alle Muskeln spürt. Denn das Training gibt innere Stärke.“

Selbst geht die zweifache Mutter zwei Mal pro Woche Laufen. „Wenn man Kurse gibt, ist man immer dabei, reißt Übungen aber nur an, um dann Hilfestellung zu leisten“, sagt Hammerschmitt-Klatt und ergänzt: „Wenn es Positionen gibt, wo ich merke, ich werde schwächer, picke ich mir die Übungen heraus und mache sie zuhause.“ Dabei sei ihr wichtig, nicht nur Muskeln aufzubauen. „Auszusehen wie eine Maschine? Davon bin ich kein Fan. Frauen sollten weiblich aussehen. Sie haben nun einmal eine andere Geschmeidigkeit als Männer.“ Alter als Ausrede für das Training lässt die 39-Jährige nicht gelten: „Das kann man in jedem Alter machen. Wenn man knackig aussehen will, muss man etwas tun.“

„Super schnelllebig“, nennt Hammerschmitt-Klatt den Fitnessbereich und ergänzt: „Wenn man so lange im Geschäft ist, springt man nicht mehr auf jeden Zug auf.“ Sie schaue genau, welche Programme sich eignen. „Solange ein Fitnessprogramm Flexibilität bietet und eine große Gruppe anspricht, ist es gut, sonst spricht man nur eine Nische an und dann wird es kompliziert.“

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