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Schwimmen : Da jubelt der Bundestrainer

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Schwimmen: Jacob Heidtmann hofft nach toller Meisterschaft auf einen Platz in der Königsstaffel bei der WM

shz.de von
erstellt am 13.Apr.2015 | 16:00 Uhr

Als sich der im Moment vielleicht einzige deutsche Schwimmstar Paul Biedermann (Hallle) gestern bei den Deutschen Meisterschaften in Berlin mit dem Titel über 200 Meter Freistil mit Weltjahresbestzeit eindrucksvoll im Geschäft zurückmeldete, ging der vierte Platz von Jacob Heidtmann (Swim-Team Stadtwerke Elmshorn) fast ein wenig unter. Dabei hat er mit neuer persönlicher Bestzeit von 1:48,33 Minuten für einen aus seiner Sicht gelungenen Abschluss des Abenteuers Berlin gesorgt. Drei Hundertstelsekunden fehlten auf den drittplatzierten Clemens Rapp. Es wäre die zweite Bronzemedaille nach der über 400 Meter Freistil gewesen.

In der Europaschwimmhalle hatte Heidtmann zum Auftakt der DM mit dem Titel über 400 Meter Lagen in 4:13,28 Minuten erstmals auch außerhalb der Fachwelt für Aufmerksamkeit gesorgt. Trotz der weltweit zweitbesten Zeit des Jahres hielt sich der Politik-Student mit Blick auf die WM Anfang August verbal zurück: „Ich will erstmal dabei sein, auf der großen Bühne ist es immer was anderes. Mal gucken, wie ich drauf bin, Finale wäre schon cool.“ Bei der Heim-EM 2014 in Berlin hatte Heitman Platz sechs belegt, obwohl er zuvor krank war und das Abitur bremste.

Der 20-Jährige aus Borstel-Hohenraden profitierte auch von der starken Hamburger Trainingsgruppe mit dem inzwischen zurückgetretenen Lagen-Kurzbahnweltmeister Markus Deibler. „Ich habe schon letztes Jahr gesagt, der Junge hat Potenzial, auch wenn mir das keiner geglaubt hat. Er zeigt endlich mal, was er drauf hat“, erklärte seine Hamburger Trainerin Petra Wolfram.

Nach dem Lagen-Coup hofft Heidtmann auf einen Platz in der Freistilstaffel über 4 x 200 Meter. Zuzutrauen ist ihm auch das, wie die gestrige 200-Meter-Zeit zeigte. „Er ist sehr vielseitig und sehr zielstrebig. Er weiß, was er will, aber kann auch locker sein“, urteilt Wolfram über ihren Musterschüler.

Selbst Chefbundestrainer Henning Lambertz hatte am Auftakttag über seinen Musterschüler aus dem Perspektivteam gejubelt: „Ich freue mich tierisch, da sieht man, was der Junge drauf hat.“

Das Ticket für Kasan hat Heidtmann indes noch nicht endgültig sicher. Er muss seine Zeiten bei noch mindestens einem von vier möglichen Testwettkämpfen bestätigen. Verpflichtend ist zudem ein Start bei den German Open vom 1. bis 4. Juli in Essen.

 

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