Hallenfussball : COG-Cup: Turnierleiter greift durch

Nichts zu holen beim eigenen Turnier: Sascha Mohorn (links) und die Sportfreunde Pinneberg blieben punktlos.
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Nichts zu holen beim eigenen Turnier: Sascha Mohorn (links) und die Sportfreunde Pinneberg blieben punktlos.

TuS Berne triumphiert beim COG-Cup von Sportfreunde Pinneberg. Rote Karte gegen Concordia-Akteur.

shz.de von
16. Januar 2018, 13:30 Uhr

Pinneberg | Torsten Frederich überschritt ganz bewusst seine Kompetenzen. Der Turnierleiter beim COG-Cup von Sportfreunde Pinneberg (Sieger: TuS Berne) zeigte einem Akteur des WTSV Concordia wegen eines heftigen Fouls an Asan Saliev (VfL Pinneberg II) die Rote Karte.

„Der Schiedsrichter wirkte auf mich in dieser von Concordia zu hart geführten Partie überfordert“, sagte Bernd Haladyn, Coach des in der Vorrunde gescheiterten SC Pinneberg II. Frederich sah sich veranlasst, zu handeln. „Ich hab’s einfach gemacht.“

In einem konstruktiven Gespräch arbeitete er den Vorfall später mit dem Rotsünder auf. Resultat: Der Spieler durfte ins Turnier zurückkehren. Hätte ihm der Schiedsrichter die Rote Karte gezeigt, wäre er für die restlichen Partien in der THS-Halle gesperrt gewesen.

„Mit einem Würgegriff an Mauricio Garcia ging es los. Die Wandsbeker waren offenbar gefrustet, 0:2 in Rückstand geraten zu sein.“ So sah es VfL II-Co-Trainer Ole Sellhorn. Der eigenen Mannschaft blieben vier Zeitstrafen in dieser hitzigen Partie, die 2:2 endete, nicht erspart. Die Aufregung legte sich wieder.

Alle anderen Partien verliefen total fair, auch wenn ein Akteur des SC Victoria II mit Verdacht auf einen Rippenbruch im Krankenhaus landete. Haladyn bedankte sich bei den Gastgebern für einen Termin auf hohem sportlichen und organisatorischen Niveau, „der mir Spaß gemacht hat.“

Zum Wiedersehen der Pinneberger und Wandsbeker kam es im Penaltyschießen um den dritten Platz, das mit einem 3:2 für Concordia endete. Im Halbfinale hatte der mit fünf Akteuren seines Oberligaaufgebots angetretene Traditionsclub gegen Eintracht Lokstedt (Bezirksliga) 1:2 verloren.

Cordis Keeper Tim Burgemeister wurde trotzdem zum besten Torwart gewählt, Teamgefährte Jaques Oliveira war bester Feldspieler. Die starken Berner (Landesliga) ließen den Lokstedtern im Finale keine Chance (3:0), nachdem sie zuvor die VfL- Zweite ausgebootet hatten (3:1). Frederich gab dem Team aus dem Hamburger Nordosten einen Scheck über 300 Euro mit auf den Weg. Das Qualifikationsturnier hatte Rasensport Uetersen gewonnen.

Die Ergebnisse

Gruppe A

Uhlenhorst-Adler – Rasensport Uetersen 2:0

SV Krupunder-Lohkamp – TuS Berne 0:5

TuS Hemdingen-Bilsen – Eintracht Lokstedt 1:6

SV Krupunder-Lohkamp – Uhlenhorst-Adler 1:5

Eintracht Lokstedt – Rasensport Uetersen 3:3

TuS Berne – TuS Hemdingen-Bilsen 2:1

SV Uhlenhorst-Adler – Eintracht Lokstedt 1:4

Hemdingen-Bilsen – Krupunder-Lohkamp 2:0

Rasensport Uetersen – TuS Berne 1:2

TuS Hemdingen–Bilsen – Uhlenhorst-Adler 3:2

TuS Berne – Eintracht Lokstedt 1:1

Krupunder-Lohkamp – Rasensport Uetersen 0:2

TuS Berne – SV Uhlenhorst-Adler 4:3

Rasensport Uetersen – Hemdingen-Bilsen 4:1

Eintracht Lokstedt – Krupunder-Lohkamp 6:2

Gruppe B

SC Pinneberg II – SC Victoria II 1:1

Sportfreunde Pinneberg – VfL Pinneberg II 0:2

Barmbek-Uhlenhorst II – WTSV Concordia 1:3

Sportfreunde Pinneberg – SC Pinneberg II 0:2

WTSV Concordia – SC Victoria II 5:0

VfL Pinneberg II – Barmbek-Uhlenhorst II 3:2

SC Pinneberg II – WTSV Concordia 0:1

Barmbek-Uhlenhorst II – Sportfr. Pinneberg 4:1

SC Victoria II – VfL Pinneberg II 0:0

Barmbek-Uhlenhorst II – SC Pinneberg II 1:0

VfL Pinneberg II – WTSV Concordia 2:2

Sportfreunde Pinneberg – SC Victoria II 1:2

VfL Pinneberg II – SC Pinneberg II 2:0

SC Victoria II – HSV Barmbek-Uhlenhorst II 2:2

WTSV Concordia – Sportfreunde Pinneberg 2:0

Halbfinale

TuS Berne – VfL Pinneberg II 3:1

Eintracht Lokstedt – WTSV Concordia 2:1

Penaltyschießen um  Platz drei

VfL Pinneberg II – WTSV Concordia 2:3 n. N.

Finale

TuS Berne – Eintracht Lokstedt 3:0

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