zur Navigation springen

Fussball Oberliga : Chancen für zwei Spiele

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Fußball: Pinneberg offenbart gegen BU Abschlussschwäche, verliert 1:3 und gerät im Titelrennen ins Hintertreffen

Er zeigte vollen Einsatz. Dabei spielte Michael Fischer, Trainer der Oberliga-Fußballer des VfL Pinneberg, gar nicht selbst mit.

Obwohl: Ein bisschen schon. Als eine missglückte Flanke des Barmbeker Gästespielers Gene Carlson in Minute 27 hoch über die Seitenauslinie segelte, da fing Fischer den Ball gekonnt auf, um ihn sogleich wieder in die Arme seines eigenen Spielers zu werfen, damit dieser schneller den Einwurf ausführen konnte. Fischer, so hatte man den Eindruck, legte zu Beginn der Partie seines VfL gegen Barmbek-Uhlenhorst mehr Engagement an den Tag, als so manch einer seiner Spieler. Unentwegt tigerte er an der Seitenauslinie entlang und feuerte sein Team an – vergeblich. Es dauerte keine drei Minuten, da lag die Heimelf schon 0:1 hinten.

Nach einem langen Ball stand die VfL-Abwehr zu hoch. Verteidiger Jan-Philipp Zimmermann stand besonders schlecht, sodass ihm sein schneller Gegenspieler Adrian Sousa entwischen und zum 0:1 einschießen konnte (3.).

„Wir haben die Anfangsphase wieder einmal komplett verpennt. Das kann nicht sein. So mussten wir wieder einem Rückstand hinterherlaufen und waren anfällig für Konter. In der Hinserie sind wir nicht so oft in Rückstand geraten“, bemängelte VfL-Kapitän Tim Vollmer, während sein Coach Michael Fischer seine Spieler während der ersten 45 Minuten lautstark ermahnte: „Ihr habt eine Körperspannung wie ich, wenn ich sonnabendmorgens zum Einkaufen gehe, ich will mehr Feuer sehen.“

Nachdem BU das 1:0 lange nur verwaltete und das Spiel in Halbzeit eins so vor sich hinplätscherte, erhörten die Pinneberger ihren Coach in Durchgang zwei und kamen mit deutlich mehr Feuer aus der Kabine – allen voran der agile Flemming Lüneburg.

Doch wie in den vergangenen Wochen offenbarte der VfL erneut Schwächen im Abschluss. Tim Jeske (64.) und Benjamin Brameier (48. sowie 65.) vergaben nur drei der zahlreichen guten Möglichkeiten, der VfL hatte Chancen für zwei Spiele. Und so trat eine alte Fußballweisheit in Kraft: Wenn du vorn die Tore nicht machst, wirst du hinten bestraft: Tom Bober köpfte zum 0:2 für die Gäste ein (76.). „Das war deren gefühlt dritter Schuss aufs Tor, das zeigt, dass unsere Gegner derzeit viel effektiver sind als wir“, so Fischer desillusioniert.

Auch der postwendende Anschlusstreffer durch Steffen Maaß (77.) brachte nicht mehr die Wende. Der VfL warf alles nach vorn und bekam den Konter zum 1:3 durch Ivan Sa Borges Dju (90.). Aus dem Titelrennen ist Pinneberg damit noch nicht raus, aber gegenüber Dassendorf und dem SC Victoria ins Hintertreffen geraten. „Vielleicht haben hier einige schon zu früh vom Titel geredet“, so VfL-Betreuer Willy Ketterer, der aber auch klarstellte: „So oder so haben wir aber bislang eine gute Saison gespielt.“  

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 13.Apr.2015 | 16:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen