Fußball-Verbandsliga : Champagner auf das Derby

Der Horster Michel Gorny (rechts) spielt auf engstem Raum Andreas Kiel aus.
Der Horster Michel Gorny (rechts) spielt auf engstem Raum Andreas Kiel aus.

Der VfR Horst feiert ein 3:2 über den FC Itzehoe. Trainer Lühmann ist unheimlich stolz auf seine Mannschaft.

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18. November 2013, 16:00 Uhr

Dem FC Itzehoe ist Lars Lühmann immer noch verbunden. Viele, viele Jahre als Fußballer und Trainer des Kreisstadt-Klubs und dessen Vorgängers Itzehoer SV lassen sich nicht so einfach wegwischen. Häme empfinde er deshalb nicht, ließ er die Medienvertreter am Samstagnachmittag deshalb wissen. „Ich bin nur unheimlich stolz auf meine Truppe“, sagte er. Seine Truppe, das ist in dieser Spielzeit der VfR Horst und als dessen neuer Trainer liegt ihm der FCI aber auch: zweiter Vergleich dieser Saison zum Auftakt der Rückrunde in der Verbandsliga Süd-West, zweiter Sieg für die Südsteinburger. 3:2 (2:2) in einem unglaublich intensiven, wenn auch spielerisch nicht immer spielerisch hochklassigem Derby.

Und es war aus Horster Sicht mal wieder nichts für schwache Nerven. Zum dritten Mal in Folge haben sie einen 0:2-Rückstand aufgeholt. Es war eine verrückte erste Halbzeit. Patrick Griesbach mit einem von Dragan Suta verursachten Foulelfmeter (4.) und Hasan Mercan unbedrängt per Kopf (15) brachten die Gäste früh in Front. Die Hausherren verharrten in erwartungsvollem Respekt. Aus dieser Starre befreiten sie sich dann auch dank gütiger Mithilfe des FCI. Erst hämmerte Jan Behrendt den Ball aus 18 Metern nach Auflage des starken Marcel Voigt zum Anschlusstreffer in die Maschen (25.). Eine Minute später verstolperte unmittelbar nach dem Anstoß Itzehoes Kapitän Jeffrey Polaske den Ball am eigenen Strafraum; wieder war Behrendt zur Stelle und überlupfte auch noch den weit aus seinem Tor heraus geeilten Matteo Chionidis zum 2:2-Ausgleich. „Dieser Doppelschlag war Gold wert“, so Lühmann.

Spektakulär dann der Siegtreffer. Den weiten Einwurf von René Thies verlängerte Behrendt per Kopf, Tim Jeske legte sich quer in die Luft und vollendete per Seitfallzieher zum vielumjubelten 3:2 vor 280 zahlenden Zuschauern an der Jahnstraße. Sicher war der Dreier aber wirklich erst mit dem Schlusspfiff von Schiedsrichter Nicki Bornholdt. In der 73. Minute hatte der insgesamt nicht immer sicher wirkende Rene Lemke alle Reaktionen aufbieten müssen, um Blerim Bara am Ausgleich zu hindern und auch noch den Nachschuss von Griesbach zu parieren.

So feierte der VfR das sechste Spiel ohne Niederlage hintereinander. Dafür schenkte Fußballobmann Manfred Atzmüller sogar Champagner aus. Einzig der fehlende Stadionsprecher trübte ein wenig den Fußballnachmittag an der Jahnstraße.

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