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Handball-Oberliga : Bollhöfers Defensiv-Bollwerk

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Ellerbeks starke und bewegliche 6:0-Abwehr sorgt für deutlichen 31:17-Erfolg beim Preetzer TSV

shz.de von
erstellt am 17.Sep.2013 | 16:00 Uhr

Unerwartet souverän und klar gestalteten die Handballmänner des TSV Ellerbek ihr erstes Auswärtsspiel in der Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein.

Beim 31:17 (17:10) gegen den Preetzer TSV zeigten die Schützlinge von Trainer Michael Bollhöfer den Gastgebern, die zum Ende der vergangenen Saison an gleicher Stelle noch mit 26:20 selbst die Oberhand behalten hatten, deutlich Grenzen auf. „Es war die von mir erhoffte dominante Vorstellung, sowohl körperlich als auch handballtechnisch“, lautete Bollhöfers Fazit.

Es erscheint müßig, darüber zu räsonieren, ob Preetz länger hätte mithalten können als bis zum 5:6 (12. Minute). Denn allein der Ausfall von Rückraumspieler Kevin Neelsen (Knieverletzung) war auch für Trainer Dieter Eigemann keine ausreichende Erklärung für das Versagen seiner Mannschaft. Die Leistung sei in jeder Bezie-hung indiskutabel gewesen, sagte er. Dass er seinen zweiten Torwart Oliver Titze aus dieser Generalkritik noch heraushob, sprach Bände.

Der TSV Ellerbek konnte für sich in Anspruch nehmen, so bestimmt aufgetreten zu sein, dass sich die Einheimischen von Anfang an unter Druck gesetzt fühlten. Die Grundlage zum Erfolg lieferte dabei die bewegliche 6:0-Abwehr, die dem Rückraum kaum gute Wurfchancen ließ und Ex-Bundesliga-Profi Thomas Knorr am Kreis kontrollierte. Hinter diesem Defensiv-Bollwerk überzeugte zudem Torwart Florian Knust (25 Paraden), der vier von fünf Siebenmetern abwehrte.

Im Angriff hatte Ellerbek leichtes Spiel. „Die Preetzer 3:2:1-Deckung kam uns entgegen“, erklärte Coach Bollhöfer. „Durch das Einlaufen zum Kreis ohne Ball und unsere schnellen Ballpassagen ergaben sich fast zwangsläufig freie Chancen.“ Aus dieser Konstellation heraus avancierten Linksaußen Martin Schlesselmann und Niklas Weller am Kreis zu Ellerbeks Haupttorschützen. Da aber auch die Ausbeute aus der Distanz durch Christopher Behre, Tarek Fejry und Till Krügel (zusammen 14 Tore) stimmte, hinterließ der beruflich verhinderte Dennis Lißner keine Lücke.

„Wir waren mannschaftlich nicht auszurechnen und haben auch in der Höhe verdient gewonnen“, sagte Bollhöfer.
 

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