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Handball : Bollhöfer enttäuscht, aber Ellerbek bleibt am Ende vor dem HSV II

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Michael Bollhöfer ist ein Handballtrainer, der seinen Sport lebt. Wer das weiß, der versteht, warum der Coach des TSV Ellerbek die Niederlage seiner Jungs im letzten Saisonspiel der Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein beim VfL Bad Schwartau II nicht einfach abhaken kann.

„Für die Verarbeitung brauche ich noch einen Tag“, sagte er nach dem 31:33 (15:20). „Das war die schlechteste Abwehrleistung der Serie, und ich habe keine Erklärung.“ Bollhöfer bescheinigte dem technisch starken Gegner zwar, ein überragendes Spiel gemacht zu haben. Doch hätte sein Team mit einer soliden Defensivarbeit nicht verloren. Allerdings war nichts von jener Stärke zu sehen, die dem TSV in der Serie trotz verletzungs-bedingter Ausfälle bis auf den zweiten Tabellenplatz brachte.

„Gewollt, aber nicht gekonnt“, beschrieb Bollhöfer das zögerliche Zweikampfverhalten, das Schwartau vor allem in der ersten Halbzeit zu leichten Toren einlud. Da auch die Umstellung der 6:0-Deckung in die eher personenbezogene 3:2:1-Variante kaum Verbesserung brachte, entschied sich der TSV-Trainer in der zweiten Halbzeit für eine Manndeckung von VfL-Spielmacher Alex Mendle. Und die fruchtete.

Durch vier Treffer in Folge wurde der 17:24-Rückstand auf 21:24 verkürzt, und wenig später gelang Tarek Fejry sogar der Anschluss (24:25). „Die Angriffsleistung war ja auch durchgehend in Ordnung“, sagte Bollhöfer, der auch nach dem zwischenzeitlichen 26:30 beim 29:30 noch hoffen durfte, die angestrebte Vizemeister-schaft zu realisieren.

Am Ende reichte jedoch weder die gute Quote von Till Krügel noch die Steigerung von Christopher Behre. Auch die Frage, ob es mit Dennis Lißner und Laurids von der Lancken besser gelau-fen wäre, stellte sich nicht.

Was blieb war die Genugtuung, eine tolle Saison gespielt zu haben und in der Tabelle vor dem HSV Hamburg geblieben zu sein. „Aber wir wollten Zweiter werden“, sagte der TSV-Coach enttäuscht.


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