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Rhönradturnen : Bönningstedter auf Gold-Kurs

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Yana Looft und Marcel Schawo vom SV Rugenbergen gehören bei den 12. Weltmeisterschaften zu den Favoriten

shz.de von
erstellt am 17.Jun.2016 | 16:00 Uhr

Was für eine Entfernung. Die Rhönradturnerin Yana Looft (SV Rugenbergen) trainiert normalerweise in Bönningstedt. Doch weil sie ihren Sport auf Weltklasse-Niveau betreibt, ist sie ab Montag im 6  881 Kilometer (Luftlinie) entfernten Cincinnati in den Vereinigten Staaten von Amerika auf Medaillenjagd bei den 12. Rhönrad-Weltmeisterschaften.

Es werden ihre zweiten sein. Im vergangenen Jahr gewann sie im italienischen Lignano Gold mit der Mannschaft und in der Einzeldisziplin Spirale. Ein Erfolg, den sie gerne wiederholen würde. „Ich fühle mich gut und freue mich riesig über meine Qualifikation. Alles, was jetzt noch kommt, ist eine super Zugabe“, geht die 24-Jährige voller Optimismus in die Wettkämpfe. Dabei sind die Bedingungen bei dieser WM andere, als noch in Italien. „Es wird schwerer. Im Einzel kommen pro Nation nur zwei Turnerinnen in das Finale der jeweiligen Disziplin. Die Qualifikation dazu, findet gleichzeitig mit der für die Mehrkampftitel statt. Wenn ich es in ein Finale schaffe, dann stehen die Chancen auf eine Medaille gut“, so die angehende Ärztin.

Für den Mannschaftswettbewerb ist Looft ebenso nominiert, wie ihr Vereinskamerad Marcel Schawo. Der Sportstudent, der gemeinsam mit Looft 2015 Teamgold holte, will in diesem Jahr noch einen drauflegen. Nach Silber im Mehrkampf und der Einzeldisziplin Sprung im vergangenen Jahr, hat er weiter an höheren Schwierigkeiten gearbeitet. Da der Turner des SVR in Köln an der Deutschen Sporthochschule studiert, trainiert er bei Bayer Leverkusen unter Ines Meurer.

Die ehemalige Bundestrainerin, die die beiden Bönningstedter auch in Cincinnati betreut, sieht Schawo in diesem Jahr noch stärker. „Er hat schon in der Qualifikation zur WM sehr gute Leistungen gezeigt. Er wird bei der Vergabe des Mehrkampftitels ein Wörtchen mitreden“, so Meurer. Looft, die schon heute in Cincinnati ankommen wird, weiß die Qualität Schawos ebenfalls zu schätzen. „Mit ihm gehören wir als Mannschaft wieder zu den Favoriten auf den Titel. Aber auch in den Einzeln wird er in diesem Jahr nachlegen wollen.“

Sonntag werden die Athleten gemeinsam ihre Zimmer auf dem Campus der Mount St. Joseph Universität beziehen. Das erste Training auf dem Gelände findet am Montag statt. Dienstag wird es dann ernst. Um 10 Uhr Ortszeit (16 Uhr in Bönningstedt) beginnen die Qualifikationswettkämpfe. „So können wir uns an die sechsstündige Zeitverschiebung gewöhnen“, sagte Looft vor dem Abflug. Das Finale im Mehrkampf findet am Donnerstag statt. Wer das allerdings im Internet verfolgen möchte, muss lange wach bleiben. In Deutschland ist es dann bereits ein Uhr nachts. Während Schawo gute Chancen hat im Mehrkampffinale zu turnen, glaubt Looft nicht daran, dass sie dabei sein wird. „Die Konkurrenz ist zu groß und ich bin in der Disziplin Sprung nicht stark genug.“

Anders sieht das in den Einzeln aus. Wenn Looft ihr Können abruft und fehlerfrei durchkommt, wird sie ihren Titel im Spiraleturnen möglicherweise verteidigen können. Und spätestens dann hätte sich die lange Reise gelohnt.

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