Boxen : Baycuman blieb Teilnahme am Halbfinale verwehrt

Ali Baycuman (links) erhält von Trainer Thomas Müller die letzten Tipps.
Ali Baycuman (links) erhält von Trainer Thomas Müller die letzten Tipps.

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12. Juni 2015, 14:00 Uhr

Wie bereits im Vorjahr hat sich Ali Baycuman vom Wedeler TSV bei den Deutschen Boxmeisterschaften in Lindow (Braunschweig) die Bronzemedaille gesichert.

Dabei machte eine Verkettung unglücklicher Umstände den Griff des U15-Kadetten nach Gold schlichtweg unmöglich. Nach einem Punktsieg im Viertelfinale über Roman Dodalow (LV Sachsen) wurde Baycuman die Teilnahme am Halbfinale verweigert. Der Grund: Baycuman war zu spät zur ärztlichen Kontrolle erschienen.

„Es verlief alles sehr unglücklich”, äußerte sich der Hamburger Landesverbandstrainer, Frank Rieth, enttäuscht. Nach dem Wiegen um 7 Uhr und einer vergeblichen Wartezeit von über 30 Minuten verspürte Baycuman Hunger. Da sich nach Mitteilung des Ausrichters die Untersuchung weiter verzögern würde, ging Baycuman mit seinem Vater zum Frühstück. Mit fatalen Folgen: Als der Boxer in die Sporthalle zurückkehrte, waren die ärztlichen Untersuchungen beendet. Alle Bemühungen der Hamburger Verbandsvertreter, die Entscheidung der Veranstalter rückgängig zu machen, waren vergebens. Die Enttäuschung war enorm. Die anschließende Bekanntgabe der Jugend-Bundestrainer des Deutschen Box-Verbandes, das Wedeler Nachwuchstalent aufgrund seiner Leistungen in den Nationalkader aufzunehmen und ihn zu zentralen Lehrgängen einzuladen, zauberte dann jedoch ein Lächeln zurück in Baycumans Gesicht.  

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