Fußball-Verbandsliga : Bauchlandung für Union Tornesch

Keine weiche Landung für Benita Thiel  und die Union-Frauen.
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Keine weiche Landung für Benita Thiel und die Union-Frauen.

Nach der 0:1-Niederlage gegen Niendorf sagt Trainer Mahdi Habibpur: "Dieser Auftritt war mir peinlich."

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24. Oktober 2013, 16:00 Uhr

Erst in den letzten zehn Minuten der Partie gegen den Niendorfer TSV wurde ihre Leistung besser. Kurioserweise agierten die Verbandsliga-Fußballerinnen des FC Union Tornesch zu diesem Zeitpunkt bereits seit knapp 20 Minuten zu zehnt, weil Abwehrspielerin Maike Bollin in der 55. Minute verletzt vom Platz musste und Trainer Mahdi Habibpur mit Sonia Wulff nur eine verletzte Spielerin auf der Bank sitzen hatte.

Vergeblich rannten die Tornescherin einem 0:1-Rückstand hinterher. Die zweite Niederlage in Folge konnten sie nicht verhindern und erneut hatten sie sie selbst verschuldet.

„Wir sind in der Anfangsphase viel zu arrogant und überheblich aufgetreten, weil wir dachten, der Tabellenvorletzte schlägt sich von alleine. Dieser Auftritt war mir als Trainer peinlich“, ärgert sich Trainer Habibpur über das uninspirierte Gebaren seiner Kickerinnen in den ersten zehn Minuten. Das entscheidende Tor hatten sie den Niendorferinnen durch einen unbedachten Rückpass auf dem Silbertablett serviert (15.). „Da unsere zweite Mannschaft in der Kreisliga einen Tag später gespielt hat, hatte ich erneut keine Spielerinnen auf der Bank und das Risiko, mit Sonia Wulff eine Verletzte zu bringen, wollte ich nicht eingehen“, erläutert Habibpur.

Gegner Niendorf kämpfte und biss, Unions Torfrau Franziska Kielack verhinderte in der Folgezeit Schlimmeres. „Am vergangenen Freitag haben wir uns alle zusammengesetzt und ich habe von der Mannschaft wieder mehr Zusammenhalt gefordert. Man muss sagen, dass wir momentan in einer kleinen Krise stecken“, berichtet der Trainer von der Zusammenkunft.

Am kommenden Sonnabend tritt Habibpur mit den Union-Frauen in der zweiten Runde des Pokals gegen Nienstedten an (15 Uhr). „Die haben wir in der Liga geschlagen, aber wir müssen uns deutlich steigern, um erneut zu gewinnen“, appelliert Habibpur an sein Team.

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