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Handball : Balsam für die geschundene Seele

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

HSG Horst/Kiebitzreihe setzt sich vor 350 Zuschauern in der „Hölle Horst“ mit 30:26 gegen die HSG Eider Harde durch.

Minutenlange Standing Ovations von der Tribüne, welche bereits eine knappe Minute vor dem Schlusspfiff einsetzten. Gänsehaut-Feeling nach dem eindrucksvollen 30:26 (14:15)-Sieg der Handballer der HSG Horst/Kiebitzreihe gegen die HSG Eider Harde in der Sporthalle der Jacob-Struve-Schule in Horst, oder im Haie-Jargon „Hölle Horst“ genannt. Nicht wenige Zuschauer wunderten sich über den beherzten Auftritt des Schleswig-Holstein-Ligisten und fragten erstaunt: „Wie stark war das denn?“

Es war Werbung für den Handball der Haie einerseits und Balsam auf die zuletzt arg geschundenen Seelen von Spielern, Verantwortlichen und treuen Fans gleichermaßen. Die Haie, die fünf Niederlagen in Folge wegstecken mussten, und teilweise gar fürchterlich unter die Räder gekommen waren, erwiesen sich am Samstagabend vor gut 350 Zuschauern als Stehauf-Männchen. Die HSG aus der Mitte Schleswig-Holsteins galt vor dem Start der Saison bei vielen Experten als Top-Favorit auf den Meistertitel in der SH-Liga.

Nicht ganz zu Unrecht, verspielte die Mannschaft den Aufstieg in der letzten Serie erst am vorletzten Spieltag denkbar knapp. Als weiteres Indiz für die Ernsthaftigkeit der Aufstiegsambitionen war der Trainerwechsel. Matthias Hinrichsen, zuletzt Spielertrainer beim Drittligisten DHK Flensborg übernahm; mit ihm kamen die dritte Liga- und oberligaerfahrenen Akteure Reiner Kobs, Philipp Henrich und Nico Greve zur HSG Eider Harde.

Gegen diese scheinbar übermächtige Mannschaft stellten sich nun also die Haie entgegen. Und sie hielten verdammt gut mit, das Halbzeitergebnis mit nur einem Tor Rückstand ließ nur bedingt auf eine mögliche Niederlage schließen.

Im zweiten Spielabschnitt machten die Gastgeber noch mehr Dampf, heizten ihren mächtigen Gegnern so richtig ein – und gingen erstmals in der 39. Minute mit drei Toren Vorsprung in Führung. Die erfahrenen Gäste egalisierten dieses Ergebnis zwar. Doch ab der 55. Minute bewiesen die Haie den größeren Siegeswillen und hatten auch mehr zuzusetzen. Hervorragend eingestellt von Chefcoach Werner Zink und getragen von den Anfeuerungen der Fans holten sich die Haie den Sieg.

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erstellt am 12.Dez.2016 | 16:00 Uhr

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