zur Navigation springen

Fussball : Bahn- trifft Autofahrer

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Die neuen Cheftrainer Christian Kullock (TSV Sparrieshoop) und Michael Radde-Krüger (SV Lieth) vor dem Bezirksliga-Derby im Vergleich

Freundlich und gut gelaunt – dieses Bild bleibt haften, wenn man mit Christian Kullock spricht. Der gebürtige Chemnitzer, der zu Beginn dieser Saison vom Co- zum Cheftrainer beim Fußball-Bezirksligisten TSV Sparrieshoop aufgestiegen ist, muss jetzt beweisen, dass er es auch alleine kann. Er blieb zurück, als es Bernhard Schwarz kurzfristig von der Sparrieshooper Rosen- an die Elmshorner Wilhelmstraße zum FC Elmshorn zog. Drei Jahre war Kullock an der Seite von Schwarz tätig, angefangen bei den Regionalliga-A-Junioren des Eimsbütteler TV über den Kreisligisten FC Alsterbrüder bis nach Sparrieshoop. Nun muss Kullock, noch gänzlich allein auf sich gestellt, die Geschicke der Mannschaft lenken.

Der 31-jährige C-Lizenz-Inhaber hat klare Vorstellungen von dieser Aufgabe. Und ist bereit, Einiges dafür zu tun. Der zusammen mit seiner Verlobten in Hamburg-Horn lebende Kullock fährt stets mit Bahn und Bus nach Sparrieshoop. „Das ist sehr entspannend“, verblüfft der bei Airbus in Finkenwerder arbeitende Fluggeräte-Mechaniker mit diesem Aufwand. „Ich könnte auch mit dem Auto fahren, klar. Aber so kann ich noch etwas entspannen und mich schon auf das Training vorbereiten“, so Kullock.

Der junge Chef-Coach sieht sein Engagement beim TSV längerfristig. „Wir sind gerade auf der Suche nach einem Haus“, plant Kullock seinen Umzug in die Region Elmshorn. „Es macht riesigen Spaß“, so Kullock, der die Mannschaft bereits ein Jahr kennt. „Wir sind ein Team“, betont er, dass es im ersten Jahr als Cheftrainer jetzt gilt, eine Standortbestimmung durchzuführen. Dabei hat er auch die zweite Mannschaft im Fokus. „Wir wollen zusehen, dass die Zweite den Aufstieg packt. Das ist wichtig“, so Kullock, der heute Abend gleich mit einem Derby eine Feuertaufe bestehen muss. Vor einer ganz schweren Aufgabe steht Lieths neuer Trainer Michael Radde-Krüger. Bezirksliga Klassenerhalt ist angesagt. Nachdem der 50-Jährige erst im Mai von Lieths Liga-Manager Gencer Dag und dem stellvertretenden Spartenleiter Steffen Weers verpflichtet wurde – Frank Pagenkopf, der schon verlängert hatte, erklärte kurzfristig seinen Rücktritt –, war der Spielermarkt schon abgegrast. Da acht Akteure – überwiegend Stammspieler – den Verein verlassen haben und nur vier Spieler aus der eigenen zweiten und dritten Mannschaft zum Kader dazu kamen, hat der neue Coach gerade einmal 17 Mann zur Verfügung.

Daher ist es Radde-Krüger wichtig, dass der Austausch mit Nils Hammermann, dem Trainer von Lieth II, unkompliziert vonstatten geht. Er erhofft sich eine gute Zusammenarbeit zwischen den Teams und setzt auf Harmonie. „Wir müssen erst einmal kleine Brötchen backen und uns Punkt um Punkt er arbeiten. Ich hoffe auf die Unterstützung aus dem Verein“, so Radde-Krüger, der nach einem überstandenen Bandscheibenvorfall wieder bei Kräften und neu motiviert ist. Im Juli vergangenen Jahres hatte er wegen dieser Verletzung beim VfR Horst aussteigen müssen. „Jetzt bin ich wieder Top-Fit und freue mich auf die Aufgabe beim Bezirksligisten SV Lieth“, so Radde-Krüger kämpferisch.

Mit den Testspielen war der Glückstädter, der im Gegensatz zu seinem Sparrieshooper Pendant Kullock mit dem Auto fährt, zufrieden. „Die Jungs haben sich in den Spielen und in den Trainingseinheiten alle richtig reingekniet. Auch die Trainingsbeteiligung war gut“, sagte der engagierte Übungsleiter. In seiner aktiven Zeit hatte er unter anderem bei Fortuna Glückstadt und dem Itzehoer SV gespielt. Erste Trainersporen hat er sich bei Rot-Weiß Kiebitzreihe (2004 bis 2009) verdient.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen