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Fussball-Landesliga : Ausrutscher auf seifigem Geläuf

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Landesliga: FC Elmshorn II ohne Chance gegen Sasel.

shz.de von
erstellt am 23.Feb.2015 | 16:00 Uhr

Gestern war Dennis Gersdorf mit seinem jüngsten Sohn zu einem Turnier – Fußball natürlich. Dabei, so hoffte der Trainer des FC Elmshorn II, könne er ein wenig abschalten. Abschalten und nach eineinhalb Tagen des Grübelns über mögliche eigene Fehler oder die eventuell falsche Ansprache vor dem Anpfiff. Dabei war ein Fehler während der 2:5-Pleite gegen den TSV Sasel am Freitagabend unübersehbar gewesen – und der lag nicht bei dem Übungsleiter: Im Gegensatz zu den Gästen hatte ein Großteil der Elmshorner Akteure schlichtweg das falsche Schuhwerk für den nassen und seifigen Rasen an der Wilhelmstraße gewählt. „Die Leute sind bei uns rumgerutscht“, haderte Gersdorf mit bunten Noppen- statt schwarzer Stollenschuh und schüttelte innerlich mit dem Kopf. Etwa 20 Prozent an Kraft für Zweikämpfe seien dabei verloren gegangen, schätzte er.

Das war deutlich zu viel, zumal das Zweikampf verhalten vor allem im ersten Spielabschnitt fast durchgehend mangelhaft war. Der bekannt torgefährliche Gast legte sich die Elmshorner Abwehr in der ersten halben Stunde geradezu zurecht, um dann erfolgreich abzuschließen: Flachschuss von Sirlord Conteh, der direkt am rechten Pfosten des von Christian Viemann gehüteten Tores einschlug (14.), Abstauber von Nils Mahncke nachdem Viemann nur abprallen lassen konnte (17.) und nochmals Conteh (25.) machten frühzeitig (fast) alles klar. Der FCE konnte von Glück reden, dass Schiedsrichter Stephan Timm zwei weiteren Saseler Toren wegen abseits die Anerkennung verweigerte.

Wenn man dem Gastgeber etwas zu Gute halten konnte, dann war dies die Tatsache, dass er trotz des Rückstandes nicht aufsteckte. Winter-Neuzugang Eugen Shvaychenko erzielte erst das 1:3 (28.) und nach dem Seitenwechsel sogar das 2:4 (70.). Das waren Szenen, in denen die Elmshorner einmal schnell aus der eigenen Hälfte heraus konterten. Genau diese Devise hatte Gersdorf ausgegeben. Dann war Sasel ebenfalls anfällig. Aber: „Wir haben das oftmals nicht gut zu Ende gespielt“, bemängelte der Elmshorner Trainer.

Nicht alle der 50 Zuschauer, denen FCE-Präsident Michael Homburg in Vertretung der erkrankten Christa Runge am Eingang das Eintrittsgeld abnahm, bekamen die moralisch gute Phase des FCE mehr mit. Viele verabschiedeten sich ob der vorentschiedenen Partie und des Regens frühzeitig. Auch Jürgen Schumann hatte den Grillstand bereits kurz nach der Halbzeitpause abgebaut. Im Gegensatz zu den Oberligaspielen in der Hinrunde war kein großes Geschäft zu machen. Selbst an Stadionsprecher Maik Freter ging der Wechsel in die Landesliga nicht spurlos vorüber: Er behielt Kopien der Zettel mit den Aufstellungen der Teams, die von Pressevertretern immer heiß nachgefragt werden, über.

Gefragt bei Dennis Gersdorf sind hingegen Motivationskünste, um seine Elf nach der zweiten Niederlage in Folge vor dem Auswärtsspiel beim abstiegsgefährdeten VfL Pinneberg II wieder aufzurichten. Vielleicht gab es dazu ja gestern beim Jugendturnier seines Sohnes einige Anregungen.

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