American Football : Aufgerückt zum Headcoach

Jörn Maier hat sich in fast 20 Jahren als Spieler und Trainer einen guten Ruf in der Footballszene erarbeitet.
1 von 2
Jörn Maier hat sich in fast 20 Jahren als Spieler und Trainer einen guten Ruf in der Footballszene erarbeitet.

American Football: Jörn Maier tritt bei den Fighting Pirates die Nachfolge von Stefan Mau an

shz.de von
27. September 2014, 16:00 Uhr

Die Elmshorn Fighting Pirates sind auf der Suche nach einem neuen Headcoach – Stefan Mau war während der Saisonschlussphase gefeuert worden, sein Interimsnachfolger Ivo Kolbe hatte frühzeitig abgewunken – fündig geworden, und das wenig überraschend im eigenen Kreis: Jörn Maier soll die American Footballer des EMTV nach dem sportlichen Abstieg in die Regionalliga zurück in die Zweite Bundesliga Nord (German Football League 2) führen.

Für Jörg Lorenz, Vorsitzender der Pirates, ist der unter anderem ehemals in der einstigen NFL Europe aktiv gewesene Maier der „absolute“ Wunschkandidat. „Jörns professioneller Hintergrund passt optimal zu unserer zukünftigen sportlichen Ausrichtung. Mit dieser Idealbesetzung planen wir den Sprung zurück in die GFL 2“, sagte der Abteilungsleiter.

Einem Verbleib trotz des sportlichen Abstiegs wäre man wohl nicht abgeneigt. Sollte den Pirates wie zur abgelaufenen Saison erneut unverhofft ein Platz in der GFL 2 angeboten werden, würde man wohl „Ja“ sagen, wie es Pressesprecher Olaf Mai ausdrückte.

Maier jedenfalls sieht dafür auch sportlich die Möglichkeiten: „Ich habe das Team in der vergangenen Saison kennen gelernt und festgestellt, dass hier sehr viel Charakter und Potenzial vorhanden ist.“ Der Bankkaufmann, der auch Volkswirtschaftslehre und Sport studiert hat, versprüht gleich ein wenig Pathos: „Ich habe die Fighting Pirates vor 23 Jahren gegründet. Mein Footballer-Herz schlägt für die Pirates“, sagte der gebürtige Elmshorner, der aufgrund seiner vielfältigen Erfahrungen als Spieler und Trainer in Deutschland über ein gutes Netzwerk und viele Kontakte verfügt.

Jörn Maier war im November vergangenen Jahres als Koordinator der Offense-Line zur Trainercrew der Seeräuber gestoßen. Der 43-Jährige war damals vom Regionalligisten Lübeck Seals, dessen Vorsitzender er auch war, gekommen. Die vier oder fünf starken Jungs, die den eigenen Quaterback vor der gegnerischen Abwehr schützen sollen, seien eine Leidenschaft von ihm, hatte er damals gesagt: „Mit einer guten Offense-Line baut man jedes Team auf.“

Geklappt hat dies in der zurückliegenden Spielzeit nur äußerst sporadisch. Spielmacher Tribble Reese war häufig unter Druck gewesen und hatte die Gelbhelme in 14 Spielen zu lediglich einem Sieg führen können. Er hatte wie auch der ebenfalls ursprünglich noch für die Regionalliga verpflichtete Chris Willadsen selten überzeugen können.

Der neue Headcoach sieht schon sehr bald Herausforderungen auf sich und sein Trainerteam zukommen: „Der selbstgesetzte Erfolgsdruck steigt und gleichzeitig wachsen die Anforderungen an unsere bereits gut funktionierende Organisation. Wir wollen allen Footballfans in Elmshorn wieder Spaß im Krückaustadion bieten.“ Das erste offizielle Training für die Mission Wiederaufstieg ist am 13. November. Bis dahin soll möglichst auch der restliche Trainerstab komplett sein.



zur Startseite
Karte

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert