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Fussball-Oberliga : Auf der Suche nach einer Startelf

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Vor dem ersten Ligaspiel in 2015 müssen HR und VfL Pinneberg improvisieren. SV Rugenbergen mit Trainingslager zufrieden.

Eigentlich dürfte den Oberliga-Fußballern der SV Halstenbek-Rellingen in der anstehenden Rückserie nichts mehr zustoßen. Keinem einzigen von ihnen, nicht einmal einen Kratzer auf dem Schienbein dürften sie davontragen.

Warum? „Weil wir so viel Pech hatten in den vergangenen Wochen, dass das für die nächsten zwei Jahre reichen dürfte“, sagt HR-Manager Detlef Kebbe mit einem Kopfschütteln. Jan Rottstedt, Robert Hermanowicz und Niklas Siebert rissen sich allesamt ihre Kreuzbänder, Nikola Maksimovic erlitt einen Wadenbeinbruch. Um diese Ausfälle adäquat kompensieren zu können, schlug HR mehrfach auf dem Wintertransfermarkt zu: Jan Novotny (FC Elmshorn), Yannick Bräuer (reaktiviert) sowie Jephter Agyei Antwi und Joao Nunes Correia (beide Meiendorfer SV) wurden nachverpflichtet.

Nun sucht HR-Coach Thomas Bliemeister vor dem ersten Ligaspiel des neuen Jahres bei Barmbek-Uhlenhorst (Sonntag, 14 Uhr) nach einer Startelf. Wer kann Spielmacher Maksimovic im zentralen, defensiven Mittelfeld ersetzen? Wer stürmt Linksaußen anstelle von Siebert? Fragen über Fragen.

Im letzten Testspiel am Mittwoch bei Germania Schnelsen (0:1) spielte Ümit Karakaya (sonst offensives Mittelfeld) eine Halbzeit lang neben Marlo Steinecke im defensiven Mittelfeld, in Halbzeit zwei durften sich Julian Mentz und Kevin Markitan ausprobieren. Noch weiß Bliemeister nicht, wie seine Mannschaft am Sonntag aussehen wird, zumal auch die eingeplanten Ersatzkräfte angeschlagen sind.

So plagen sich Timo Wieckhoff und Jephter Antwi (beide Außenstürmer) mit Leistenproblemen herum. Yannick Bräuer (Mittelfeld) hat Schmerzen auf dem Spann, Vincent Ermisch (Abwehr) konnte nicht voll mit der Mannschaft trainieren, da er ein Probetraining bei Holstein Kiel absolvierte und Jan-Marc Schneider (Angriff) ist gesperrt. „Das Ganze wird ein Überraschungspaket, ich weiß selbst noch nicht, wer überhaupt rechtzeitig fit wird“, sagt Bliemeister (selbst von einer Erkältung gezeichnet) und fügt hinzu, dass ihn ein solches Verletzungspech in seiner langjährigen Trainerkarriere (seit 1990) nie zuvor heimgesucht hat. Dennoch gibt er sich im Bezug auf das Spiel bei BU kämpferisch: „Wir werden unseren offensiven Spielstil beibehalten, müssen nun schnell wieder ein intaktes Mannschaftsgefüge herstellen.“

Auf der Suche nach einer Startelf für das Heimspiel gegen den Meister TuS Dassendorf (morgen, 14 Uhr) ist auch Michael Fischer, Trainer des VfL Pinneberg. Auch er sagt: „Wer spielt, wird sich erst kurzfristig entscheiden, womöglich erst am Sonnabend.“

Zakaria Chergui (Tor), Thorben Reibe, Hendrik Boesten und Benjamin Brameier lagen unter der Woche mit Erkältungen flach. Florian Holstein befindet sich im Ski-Urlaub, Nils Reuter kämpft mit einer Blinddarm-Entzündung, Norman Baese (Tor) weiterhin mit einer Hüftprellung.

Dennoch will man dem mit ehemalige Regionalliga-Spielern gespickten Dassendorfer Team Paroli bieten – vermutlich auf Grand, da der Rasen im Stadion 1 noch nicht bespielbar ist. „Wir konnten aufgrund von Verletzungen im Winter kaum Automatismen einstudieren, dennoch sind wir hochmotiviert, da wir wissen, dass wir mit einem Überraschungssieg an HR vorbeiziehen und zumindest für eine Nacht Oberliga-Tabellenführer sein könnten. Und wenn wir verlieren, stehen wir immer noch vor der Startruppe der Dassendorfer. Der Druck liegt also nicht bei uns, sondern bei Dassendorf“, sagt Fischer.

Wesentlich weiter als seine Kollegen ist Ralf Palapies, Coach des SV Rugenbergen. Bei 16 Grad und Sonne konnte er im Trainingslager auf Mallorca unter angenehmeren Bedingungen nach seiner Startformation für das Spiel gegen Niendorf (morgen, 13.30 Uhr) suchen. Treppen- und Strandläufe, eine Fahrradtour, eine Rallye und zwei Testspiele (6:0 gegen den spanischen Klub Santanyi und 5:2 gegen ein österreichisches Team aus Rohrbach) machten den Trip zum vollen Erfolg. Gegen Niendorf fehlen wird nur Abwehrmann Dennis Schmidt (Bänderriss).

„Das Trainingslager war super, soll aber vor allem eine Langzeitwirkung haben und war nicht nur auf das Niendorf-Spiel ausgerichtet. Wir sind bereit für die Rückrunde“, sagt Palapies, der mit seinem Tross gestern Abend mit dem Flieger zurück nach Hamburg aufbrach.  

 

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erstellt am 13.Feb.2015 | 16:00 Uhr

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