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Fußball-Oberliga : Auf dem Weg zur Heim-Macht?

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

SV Halstenbek-Rellingen und SV Rugenbergen bauen auf ihre Heimstärke / VfL Pinneberg gegen „angeschlagenen Boxer“

Sieben Siege, drei Unentschieden und sechs Niederlagen in 16 Begegnungen, macht in der Summe 24 von 48 möglichen Zählern. So ließt sich die Heimbilanz der Oberliga-Fußballer der SV Halstenbek-Rellingen in der vergangenen Spielzeit. Von einer sogenannten Heim-Macht durfte nicht die Rede sein, HR fand sich in der letztjährigen Heimtabelle vielmehr in der unteren Hälfte des Klassements wieder. Rang zehn von 17 stand am Ende zu Buche.

Nach den ersten Wochen der neuen Spielzeit kann man mit Fug und Recht behaupten, dass die Akteure vom Lütten Hall um Besserung gewillt sind. Zwei Siege, bei einer Torbilanz von 6:0, unterstreichen die Fortschritte der Elf von Trainer Thomas Bliemeister. „Wir haben in unseren bisherigen Heimspielen sehr gute Leistungen gezeigt. Die Ergebnisse untermauern diese Einschätzung, es ist allerdings zu früh um von einer Heimstärke zu sprechen. Es waren nur zwei Partien, wir schauen von Woche zu Woche und wollen am Sonntag nachlegen“, so der 59-Jährige. Dann gastiert der Tabellenletzte und punktlose SV Lurup am Lütten Hall (14 Uhr). Aus Sicht von Bliemeister alles andere als ein Selbstgänger. „Wir müssen konzentriert zu Werke gehen und dürfen den Gegner auf keinen Fall auf die leichte Schulter nehmen.“

Nur wenige Kilometer vom Lütten Hall entfernt, schlägt Michael Fischer, seinerseits Trainer des VfL Pinneberg, vor dem Auswärtsspiel beim ebenfalls noch punktlosen Altona 93 (Sonntag, 14 Uhr) in die gleiche Kerbe. „Wir spielen gegen einen angeschlagenen Boxer, das ist immer gefährlich. Altona hat mit Berkan Algan seit etwas mehr als einer Woche einen neuen Trainer, das setzt immer Kräfte frei. Ich erwarte einen leidenschaftlichen Gegner, der vor der heimischen Kulisse unbedingt ein Erfolgserlebnis verbuchen möchte“, so Fischer, der weiß wovon er spricht. Am vergangenen Spieltag stand der VfL ebenfalls mit dem Rücken zur Wand, drehte einen 0:2-Rückstand gegen den Buxtehuder SV und holte dank toller Moral den ersten Saisonsieg (3:2). „Das war enorm wichtig, darauf wollen wir aufbauen“, so der 47-Jährige, der gegen Altona wieder auf die Dienste von Benjamin Brameier, Tim Jeske und Fabian Knottnerus zurückgreifen kann.

Dem SV Rugenbergen werden derweil im Duell am morgigen Sonnabend gegen den TSV Buchholz 08 (14 Uhr) mit Max Scholz und Patrick Ziller zwei wichtige Eckpfeiler fehlen. Während Scholz aufgrund einer Knöchelverletzung „vermutlich nur ein Spiel aussetzen muss“, wie Trainer Ralf Palapies mitteilt, sieht die Situation bei Ziller dramatischer aus. Der 26-Jährige zog sich am vergangenen Spieltag beim 1:1-Unentschieden gegen den Niendorfer TSV eine Verletzung am Kreuz- und Innenband zu und droht drei bis vier Wochen auszufallen. „Patrick hatte Glück im Unglück. Das Innenband ist gezerrt, am Kreuzband hat er sich sogenannte Teilrisse zugezogen“, so der 45-jährige Übungsleiter, der ein hartes Stück Arbeit auf sein Team zukommen sieht. „Buchholz war schon immer ein unbequemer Gegner. Wir müssen von Beginn an hellwach sein.“

Nichtsdestotrotz peilt Palapies mit seiner Elf den vierten Dreier in dieser Spielzeit an und insbesondere der Blick auf die Heimbilanz verbreitet Zuversicht. Rugenbergen entschied bislang beide Begegnungen an der Ellerbeker Straße für sich. Nicht nur die SV Halstenbek-Rellingen ist somit auf dem besten Weg, dass heimische Stadion in eine uneinnehmbare Festung zu verwandeln.

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erstellt am 04.Sep.2015 | 16:00 Uhr

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