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Fußball-Oberliga : Auf dem Weg zum Topteam

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Der VfL Pinneberg schlägt Favorit Altona 93 dank Diaz-Doppelpack und ist seit neun Spielen in Folge unbesiegt.

War das ein gutes Omen? Bereits am Montag vor einer Woche rannten die Fans Konrad Kosmalla die Bude ein. Über neue Winterreifen wollten sie im Autohaus des Unternehmers und Mitglieds des Fußball-Vorstandes des VfL Pinneberg nur kurz reden. Ein anderes Thema beherrschte die Gespräche: Der aktuelle Höhenflug der Pinneberger Oberliga-Fußballer und das Spitzenspiel des Zweiten gegen den Dritten Altona 93.

Ist der VfL schon ein Topteam und kann er Spitzenmannschaften wie Altona schlagen?, wollten die Fans wissen.

„Unter der Woche kamen etliche fußballverrückte Kunden, um mit mir über genau diese Fragen zu diskutieren und sie alle kündigten an, zum Spiel gegen Altona kommen zu wollen“, berichtete Kosmalla. Sie hielten Wort. 400 Zuschauer fanden sich im Stadion I ein, was Kosmalla vor dem Anpfiff mit der obligatorischen Glückszigarette im Mundwinkel wohlwollend registrierte.

Ihr Kommen sollte belohnt werden. Anfangs neutralisierten sich beide Teams im Mittelfeld, kurz vor der Pause nahm das Spitzenspiel dann aber mächtig Fahrt auf: Erst ließ Altonas Keeper Kindler einen Freistoß Sascha Richerts vor die Füße von Jan-Philipp Zimmermann klatschen, der den Ball aber nicht traf (44.), im Gegenzug musste VfL-Keeper Tim Brüggemann einen Schuss von Altonas Clausen in höchster Not parieren (45.). Das machte Lust auf mehr. Ein mobiles Promotion-Team eines bekannten Herstellers von Energie-Getränken versorgte die Spieler in der Halbzeit-Pause mit belebender Brause – das verlieh dem VfL offenbar Flügel. Nachdem der Gast mehr Spielanteile im ersten Durchgang hatte, fuhren die Hausherren nun brandgefährliche Konter über den laufstarken Alexander Borck (in Halbzeit zwei auf Rechtsaußen) sowie Richert (links).

Mit Erfolg: In Minute 72 spielte Borck von rechts scharf und quer auf den eingewechselten Luis Diaz, der frech mit der Hacke zum 1:0 vollendete. Altona zeigte sich nicht geschockt, lief weiter an, doch noch einmal schlug Diaz zu. Nachdem erneut Borck quer geflankt hatte und eine verunglückte Direktabnahme von Richert vor die Füße des gebürtigen Spaniers fiel, markierte Luis Diaz cool das 2:0 (83.). Die Entscheidung? Noch nicht. Zittern war angesagt: Altonas Jaoudat verkürzte auf 2:1 (87.), in der Nachspielzeit klatschte dann ein Freistoß von Thiessen ans Pinneberger Lattenkreuz (90.+3). Erst dann war’s geschafft. Durchatmen bei den Fans und Kosmalla am Spielfeldrand, der VfL rettete den Sieg über die Zeit.

Doch eine Frage konnten sich die Zuschauer nicht ganz beantworten: Ist der VfL bereits ein Topteam? Trainer Michael Fischer hatte die Antwort parat: „Nein, aber wir sind auf dem besten Wege dorthin.“ Und noch eine Frage konnte beantwortet werden: Ja, der Besuch zahlreicher fußballverrückter Kunden in Kosmallas Reifenhaus vor einer Woche war durchaus ein gutes Omen.

 

 

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erstellt am 28.Okt.2013 | 16:00 Uhr

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