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Tischtennis : Anruf verhilft zur Meisterschaft

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Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Tischtennis: Hartmut Lohse wehrt auf dem Weg zum Titel im Halbfinale fünf Matchbälle gegen sich ab

shz.de von
erstellt am 10.Feb.2015 | 16:00 Uhr

Dass er einen Platz bei den Norddeutschen Tischtennis-Meisterschaften hatte, erfuhr Hartmut Lohse erst, als ihn Achim Spreckelsen vom Schleswig-Holsteinischen Tischtennis-Verband (SHTTV) darauf ansprach. „Das wusste ich ehrlich gar nicht“, erzählt Lohse und kann jetzt darüber schmunzeln. Gut, dass es den besagten Anruf gab, denn bei Titelkämpfen der norddeutschen Landesverbände räumte der Elmshorner im brandenburgischen Jüteborg groß ab: Der mittlerweile für den SV Siek in der 3. Bundesliga Nord aktive Lohse holte nach 2013 seinen zweiten Einzeltitel. „Viel besser kann’s nicht laufen“, sagte er nach dem 4:1 (11:7, 11:9, 11:13, 12:10, 11:9) im Endspiel über Frederick Spreckelsen (TSV Schwarzenbek).

Deutlich mehr zu kämpfen hatte Lohse in der Vorschlussrunde gegen den Berliner Spitzenspieler Arne Hölter, dem er vor zweieinhalb Monaten noch in der Liga glatt 0:3 unterlegen war. „Ich hatte vier oder fünf Matchbälle gegen mich“, so Lohse, der beim 4:3 (9:11, 3:11, 11:2, 6:11, 11:5, 16:14, 13:11) mehr als einmal schwer durchatmen musste.

In seiner Vorrundengruppe hatte Lohse zum Auftakt des Turniers alle drei Einzel vergleichsweise problemlos gewonnen. Über Viertel- und Halbfinale zog er ins Endspiel ein. Dort war er richtig heiß. „Mehrere Spiele hintereinander zu machen, passt mir gut“, so der Routinier, der mit 30 Jahren bereits zu den älteren Teilnehmern der Nordmeisterschaften gehörte. Körperlich ist er ohnehin gut drauf. Und so zeigte er dem einige Jahre jüngeren Frederick Spreckelsen – beide haben zwei Jahre gemeinsam trainiert – in den entscheidenden Momenten des Finals die Grenzen auf. „Da wir uns sehr gut kennen, wissen wir, was der andere nicht kann“, so Lohse. Die Knackpunkte, die er bei Spreckelsen ausgemacht hat, nutzte er gnadenlos aus, wenn es drauf ankam.

Mit dem Titel hat sich Hartmut Lohse für die Deutschen Meisterschaften, die vom 6. bis 8. März in Chemnitz ausgetragen werden, qualifiziert. Einen Erinnerungsanruf dafür wird Lohse wohl nicht benötigen. Der Termin ist notiert. „Ich habe gleich nachgeguckt und ich habe da auch Zeit“, sagt er lachend.

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