zur Navigation springen

Fussball-Oberliga : Angriff ist die beste Verteidigung

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

SV Rugenbergen erst am Sonntagabend gegen Teutonia 05 / VfL Pinneberg im Duell mit Aufsteiger Billstedt unter Druck

shz.de von
erstellt am 01.Sep.2017 | 16:00 Uhr

Wenn man sich den Oberliga-Zeitplan am Wochenende anguckt, neigt man dazu, gleich zweimal hinzusehen. Das Heimspiel der Fußballer des SV Rugenbergen gegen den Aufsteiger FC Teutonia 05 steigt nämlich zu einer eher ungewöhnlichen Zeit: Statt wie üblich um 14 Uhr ertönt der Anpfiff an der Ellerbeker Straße erst am Abend um 18 Uhr.

Warum? „Der Hamburger Fußball-Verband veranstaltet über das ganze Wochenende Sichtungslehrgänge für Fünf- und Sechsjährige auf unserer Anlage“, klärt Rugenbergens Chefcoach Ralf Palapies auf. Heißt im Klartext: Alle drei Rasenplätze im Sportzentrum Bönningstedt werden am Sonnabend (10 bis 17 Uhr) und am Sonntag (10 bis 16 Uhr) von insgesamt rund 400 Kindern in Beschlag genommen.

Ein Störfaktor für den SVR? Mitnichten. „Das ist ein tolles Event. Wir sind stolz darauf, dass wir die Anlage zur Verfügung stellen dürfen und der HFV seit vielen Jahren darauf zurückgreift“, so Palapies, der auch auf einen positiven Nebeneffekt hofft: „Vielleicht haben ja einige noch Lust, das Wochenende mit einem interessanten Oberliga-Spiel ausklingen zu klassen.“

Die Vorfreude auf Seiten der Bönningstedter ist jedenfalls entsprechend groß. Dem ambitionierten Aufsteiger aus Hamburg-Ottensen, der nach fünf Spieltagen auf dem zweiten Tabellenplatz steht, treten sie mit Selbstbewusstsein entgegen. „Bei Teutonia kicken viele gute Fußballer, aber es gibt keinen Grund, dass wir uns vor denen verstecken. Wir haben eine reelle Siegchance“, sagt der SVR-Trainer, der sich vom Gegner am vergangenen Wochenende beim 3:1-Sieg gegen Mitaufsteiger TSV Sasel einen persönlichen Eindruck verschafft hat. „Es gibt schon Möglichkeiten, wie man die knacken kann. Das ist kein so hartes Brett wie Dassendorf“, zieht Palapies den Vergleich zum Serienmeister und derzeitigem Spitzenreiter.

Möglichkeiten, am Wochenende mal wieder einen Sieg einzufahren, sieht auch Thorben Reibe, Trainer des VfL Pinneberg. Oder besser gesagt: „Wir müssen zusehen, dass wir die drei Punkte zu Hause behalten.“ Für den VfL sieht es nach nunmehr drei Niederlagen in Folge mittlerweile nicht mehr so gut aus wie noch zum Saisonstart. Der erste Tabellenführer der Oberliga-Saison ist einen Monat nach dem Start der Spielzeit bis auf Rang 17 abgerutscht, es stehen ungemütliche Tage bevor. „Ich glaube, dass schon ein gewisser Druck da ist. Die Jungs wissen, worum es geht“, sagt Reibe. Weil nach fünf Spieltagen nur vier Punkte auf der Habenseite stehen, zählt gegen Liga-Neuling SC Vorwärts/Wacker Billstedt einzig und allein ein Sieg. Dass das aber kein leichtes Unterfangen wird, zeigt ein kurzer Blick auf’s Tableau: Neben Spitzenreiter Dassendorf ist Billstedt das einzige Team in der Liga, das noch nicht verloren hat. Gleich fünf Mal trennten sich die Hamburger von ihren Kontrahenten Remis – zuletzt beim 1:1 gegen den SV Rugenbergen. „Natürlich werden wir Billstedt nicht unterschätzen. Das wird ein Schlüsselspiel für uns“, so Reibe.

Unterschätzen wird auch der Wedeler TSV den SC Victoria nicht, den man nach Heimrechttausch bereits am Sonnabend um 16 Uhr empfängt. „Vicky hat eine sehr gute Mannschaft. Aber genau wie wir, haben die sich auch noch nicht ganz gefunden“, blickt WTSV-Coach Jörn Großkopf auf die Partie gegen das Team aus Hamburg-Eimsbüttel voraus. Der Trainer der Rolandstädter erwartet dabei nach dem 2:2 in der Vorwoche gegen Osdorf eine „deutliche Leistungssteigerung“ seiner Elf. „Wir müssen es in vielen Bereichen besser machen. Da hat mir einiges nicht gefallen.“

Mit einem Sieg können sich die Wedeler nicht nur vom Tabellennachbarn absetzen, sondern gleichzeitig eine schwarze Serie beenden. Den letzten Punktgewinn gegen Victoria vor heimischer Kulisse feierte der Klub beim 0:0 am 6. November 2005, zuletzt gab es vier Heimpleiten in Folge. Ein statistischer Hoffnungsschimmer: Das letzte Auswärtsspiel gegen Vicky gewann der WTSV am 10. März mit 2:1. Es war der einzige Sieg in den letzten 16 Vergleichen zwischen beiden Teams.

zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen