Leichtathletik : Ammann darf zur U20-WM reisen

Im Sauseschritt nach Oregon: Alina Ammann vom TuS Esingen wurde trotz einer schlechten Zeit in Mannheim für die U20-WM in den USA nominiert.
Im Sauseschritt nach Oregon: Alina Ammann vom TuS Esingen wurde trotz einer schlechten Zeit in Mannheim für die U20-WM in den USA nominiert.

Pinneberger werden Landesmeister im Hammerwurf

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09. Juli 2014, 16:00 Uhr

Zwei der erfolgreichsten Mittelstrecklerinnen des Kreises „schwänzten“ die Landesmeisterschaften in Hamburg und waren auswärts erfolgreich: Ariane Ballner von der LG Elmshorn und Alina Ammann vom TuS Esingen waren der Einladung zum internationalen Jugendvergleich nach Mannheim gefolgt. Dort wollten sie sich abermals für die Weltmeisterschaften der U20 in Eugene/Oregon (USA) empfehlen (22. bis 27. Juli).

Die 17-jährige Ballner trat über 1500 Meter an und belegte Platz sieben. Dabei verbesserte sie ihre persönliche Bestzeit, die sie erst zu Pfingsten in Pinneberg aufgestellt hatte, auf 4:31,13 Minuten. Das reichte jedoch nicht für eine WM-Nominierung.

Nachdem sie zuvor schon zweimal die WM-Norm unterboten hatte, startete Alina Ammann wieder über die 800 Meter und hatte sich im Vorfeld auf das Rennen mit der Isländerin Aníta Hinriksdottir gefreut.

Die Jugend-Weltmeisterin von 2013 hatte nämlich angekündigt, unter der Zwei-Minuten-Marke bleiben zu wollen, blieb dann bei ihrem Sieg doch fast drei Minuten über der Zeitvorgabe. „Alina beherzte die Taktik des Bundestrainers mitzulaufen und sich erst zum Ende des Rennens zu zeigen“, berichtet ihr Trainer und Vater Michael Ammann. „Doch bei 550 Metern spürte sie die internationale Härte und wurde Opfer eines Remplers mit dem Ellenbogen. Dadurch geriet sie ins Stolpern, konnte den Sturz nur knapp abwenden und fand sich plötzlich am Ende des Feldes wieder. Von dort kämpfte sie sich aber mit einer starken Leistung auf den elften Platz in einer für sie ansonsten indiskutablen Zeit vor“, so Vater-Ammann weiter.

Dieser Einsatz wurde belohnt: die Tornescherin wurde für kämpferische Leistung neben dem Bergedorfer 400-Meter-Läufer Sören Gnoss als einzige Schleswig-Holsteinerin für Eugene nominiert.

In Hamburg untermauerten die Sportler derweil der LG Wedel-Pinneberg den Ruf ihres Vereins als Werferhochburg. Mit Joshua Fock und Leonie Müller gewannen zwei Youngster aus dem Heimatverein von Diskusolympiasieger Rolf Danneberg in der Altersklasse bis 14 Jahre im Hammerwurf. Komplettiert wurde ihr Erfolg durch den zweiten Platz von Kristin Böttcher beim Hammerwurf der Frauen und Platz drei für den 15-jährigen Kugelstoßer Phillip Hencke.

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