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Fussball : Am Rasen lag es nicht

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

SV Halstenbek-Rellingen nur 0:0 gegen Oststeinbek – Ärger über drei nicht gegebene Treffer

Hans Reck und Jürgen Wulff leisteten ganze Arbeit. „Als ich am vergangenen Freitagmittag auf unseren Platz ging, sackte ich auf dem matschigen Untergrund stellenweise noch ein“, verriet Sascha Jost, Betreuer der Oberliga-Fußballer der SV Halstenbek-Rellingen. Dann aber kamen Reck und Wulff. Die Platzwarte brachten den Rasen am Thesdorfer Weg binnen 48 Stunden rechtzeitig zum Anstoß der Heimpartie gegen den Oststeinbeker SV am gestrigen Sonntag wieder in Schuss.

„Sie haben den Platz zweimal gewalzt, einmal abgezogen und noch etwas Sand gestreut“, so Jost am Rand des Spiels, das von der Heimelf von Beginn an dominiert wurde. Zwar brauchte HR im ersten Spiel nach der langen Winterpause etwas Zeit, bis die Mechanismen griffen, nach 16 Minuten lag der Ball dann aber im Netz der Gäste. Jubelnd drehten Torschütze Mladen Tunjic und Robert Hermanowicz ab – doch sie hatten ihre Rechnung ohne Schiedsrichter Marcel Schwarze aus Hamburg-Harburg gemacht. Der hatte vor dem Treffer eine vermeintliche Abseitsstellung des Torschützen Mladen Tunjic gesehen, der den Ball nach einer missglückten Abwehr von OSV-Keeper Ceylani, der ein Kopfball von Hermanowicz vorausgegangen war, über die Linie geschossen hatte.

„Das kann gar kein Abseits gewesen sein“, echauffierte sich Hermanowicz und erklärte warum: „Es stand noch ein Gegenspieler auf der Linie.“ Besonders bitter aus Sicht der drückend überlegenen Hausherren: Das abgepfiffene Führungstor sollte nicht die einzige strittige Situation der 90 Minuten bleiben.

In der 48. Minute zappelte der Ball wieder im OSV-Tor, wieder gab Schwarzer den Treffer nicht – der starke Patrick Hoppe soll zuvor Hand gespielt haben. In der 80. Minute dann der dritte Aufreger: HR-Abwehrmann Sebastian Krabbes stieg im Gästestrafraum zum Kopfball hoch, zum dritten Mal schlug der Ball im Netz ein – zum dritten Mal pfiff der Unparteiische den Treffer ab, Krabbes soll sich bei seinem Gegenspieler im Luftkampf aufgestützt haben. Weil es HR zudem versäumte, seine guten Chancen zu nutzen und die Oststeinbeker (zwischenzeitlich mangels Personal mit dem 44-jährigen Ex-Spieler Eddy Büttner auf dem Platz) nur wenige Konter setzten, endete die Partie folgerichtig 0:0.

„Ich ärgere mich sehr über den Schiri. Wir arbeiten als Spieler über Wochen hart für dieses Spiel und dann kommt da einer und pfeift uns drei reguläre Treffer ab. Bei meinem Tor war mein Gegenspieler nicht einmal in der Nähe. Der sollte kein Oberligaspiel mehr pfeifen.“

Großer Frust am Lütten Hall über die eigene Chancenauswertung, den Mann an der Pfeife und das magere 0:0. Fest steht: Am Rasen hat es nicht gelegen.

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erstellt am 17.Feb.2014 | 16:00 Uhr

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