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Eishockey : Alles läuft genau nach Plan

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Der 19-jährige Barmstedter Maximilian Franzreb steht bei den Hamburg Freezers vorm großen Durchbruch, bleibt aber cool.

shz.de von
erstellt am 29.Okt.2015 | 16:00 Uhr

Im März freute sich Maximilian Franzreb noch, dass er als erstes Eigengewächs der Hamburg Freezers einen Profivertrag in der Deutschen Eishockey-Liga DEL unterschreiben durfte – als Schlussmann Nummer vier.

In der neuen Eishockey-Saison glückte dem 19-jährige Goalie, der in Barmstedt lebt, bei den „Eisschränken“ jetzt der nächste Karriere-Schritt. Aufgrund von verletzungsbedingten Ausfällen seiner Goalie-Kollegen Dimitrij Kotschnew, Sébastien Caron und Cal Heeter, rückte das Kufen-Talent in den Freezers-Kasten – und überzeugte: Bei den Grizzlys Wolfsburg hielt Franzreb sein Tor komplett sauber, lediglich im jüngsten Heimspiel gegen Ingolstadt musste der 1,81 Meter große Athlet einmal hinter sich greifen, ansonsten wehrte er Scheibe um Scheibe ab, sicherte den Hamburgern ihren sechsten Saisonsieg.

„Maxi war einfach fantastisch. Er hat großartige Paraden gezeigt“, lobte ihn Freezers-Coach Serge Aubin nach dem Heimspiel in der Barclaycard Arena. Der Schüler des beruflichen Gymnasiums Elmshorn ist der drittjüngste Goalie in der Geschichte der DEL. Nachdem der Youngster in Wolfsburg ohne Gegentor geblieben war, verliehen ihm die Freezers-Fans überschwänglich den Beinamen „The Hamburg Wall“ (englisch: Die Hamburger Wand).

Franzreb selbst geht mit seinem Senkrechtstart gelassen um: „Wenn Fans und die Presse einen feiern, fühlt man sich schon gut. Aber die beiden letzten Spieltage sind kein Grund abzuheben“, sagt er.

„Ich habe mich gut gezeigt und das hat meine Chancen erhöht, auch bei den beiden Freezers-Heimspielen am Freitag und Sonntag im Tor zu stehen. Im Moment läuft bei mir alles nach Plan.“ Das heißt, dass Franzreb in dieser Saison zusätzlich neun weitere Spiele bestritten hat: Zwei in der Oberliga und sieben in der Jugendligamannschaft der HSV Young Freezers. Und wenn er dort als Aushilfe gebraucht wird, steht er bereit.

Letztlich macht Trainer Aubin die Aufstellung für die Spiele gegen den Tabellen-Vierten ERC Red Bull München und die Tabellen-Zehnten Augsburger Panthers kurzfristig. Dabei hat er die Wahl: Während der eigentliche Stammgoalie Kotschnew am Wochenende definitiv noch nicht wieder fit sein wird, konnte der amerikanische Torhüter-Neuzugang Heeter in dieser Woche wieder aufs Eis gehen. Und wenn nicht – „Maxi“ stünde bereit, um erneut „die Hamburger Wand“ vorm Freezers Tor zu errichten.  

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