Fussball-Oberliga : Achterbahnfahrt der Gefühle

Ab durch die Mitte: Sowohl SVR-Kapitän Sven Worthmann (links) als auch die Gegenspieler Witlij Wilhelm und Gianluca Babuschkin (rechts) verpassen den Ball. Fotos: mundt (2)
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Ab durch die Mitte: Sowohl SVR-Kapitän Sven Worthmann (links) als auch die Gegenspieler Witlij Wilhelm und Gianluca Babuschkin (rechts) verpassen den Ball. Fotos: mundt (2)

SV Rugenbergen zittert sich zum 3:2-Heimerfolg gegen SV Curslack-Neuengamme / von Bastian mit Traumtor

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13. August 2018, 15:23 Uhr

Der Puls von Coach Thomas Bohlen war kurzzeitig im roten Bereich. Die Oberliga-Fußballer des SV Rugenbergen zitterten sich in der Schlussphase zum 3:2 (2:0)-Erfolg gegen den SV Curslack-Neuengamme und somit musste Bohlen eine Achterbahnfahrt der Gefühle über sich ergehen lassen. „Am Ende ist es ein verdienter, aber durchaus glücklicher Sieg“, sagte Bohlen.

Dabei hatte seine Mannschaft nach den ersten 45 Minuten noch alles im Griff gehabt. Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase auf dem trockenen Rasenplatz – die Wasseranlage ist seit Wochen defekt – brachte Jan Düllberg die Hausherren in Führung (38.). Rechtsverteidiger Boamah Rüster schaltete sich nach einem Ballgewinn mit ins Offensivspiel ein und bediente Angreifer Sulayman Dampha, der auf Düllberg quer legte – 1:0. Sieben Minuten später schlug die Stunde von Dennis von Bastian. Der Mittelfeldakteur nahm nach einer kurz ausgeführten Ecke Maß und knallte den Ball in den Winkel. „Wir haben uns nach 30 Minuten gefunden und sind immer besser ins Spiel gekommen“, resümierte Bohlen.

Die Halbzeitpause sollte aus Sicht der Hausherren somit zu einer ungünstigen Zeit kommen. Sergej Schulz schien direkt nach Wiederanpfiff gedanklich noch in der Kabine zu sein, leistete sich einen unnötigen Abspielfehler. Curslacks Arnold Lechler stürmte in den Strafraum und wurde dort von Sommer-Neuzugang Rüster zu Fall gebracht. Den fälligen Strafstoß verwandelte Witalij Wilhelm eiskalt.

Die Hausherren hatten allerdings die passende Antwort parat und Kevin Beese stellte nach 53 Minuten die zwei-Tore-Führung wieder her. Knapp zehn Minuten später war SVR-Angreifer Pascal Haase auf dem Weg Richtung gegnerisches Tor, als der bereits gelb-verwarnte Gäste-Verteidiger Sebastian Spiewak zum taktischen Foul griff. Zum Unverständnis Bohlens blieb der Platzverweis aus. „Das war eine klare Fehlentscheidung des Unparteiischen. In Überzahl läuft die Endphase natürlich anders“, so Bohlen.

Die Gäste warfen noch einmal alles nach vorne und der aufgerückte Innenverteidiger Marvin Schalitz hauchte Curslack-Neuengamme mit dem 2:3-Anschlusstreffer in der 70. Minute neues Leben ein. Es begann aus Sicht der Gastgeber eine echte Zitterpartie. „Wir hatten dann keinen richtigen Zugriff mehr und haben zudem unsere Kontermöglichkeiten nicht konsequent genug ausgespielt“, analysierte der 53-jährige Cheftrainer. Insbesondere dank Torhüter Jannis Waldmann, der in der 87. Minute erstklassig einen Schuss von Jonas Buck zur Ecke klärte, retteten die Bönningstedter das 3:2 über die Ziellinie.

„Wir haben einen sehr guten Saisonstart hingelegt“, befand Mittelfeldakteur Dennis von Bastian angesichts von sieben Zählern aus den ersten drei Spielen und dem Einzug in die vierte Runde des Oddset-Pokals zutreffend.

Am Freitag wartet auf die Bönningstedter das Derby beim noch punktlosen Wedeler TSV (Anpfiff 18.45 Uhr). Bohlen lässt sich von der Ausgangssituation nicht ablenken. „Wedel hat einen starken Kader, wir müssen auf der Höhe sein.“ Ansonsten droht der Puls erneut zu steigen.

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