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Fussball-Verbandsliga : Abschied vom Traditionsplatz

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Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Verbandsliga: VfR Horst verlässt die Jahnstraße mit 2:1-Sieg über Kaltenkirchener TS / Aufstiegsfrage weiter offen

shz.de von
erstellt am 19.Mai.2014 | 16:00 Uhr

In den Jubel über den späten, aber verdienten 2:1-Sieg über die Kaltenkirchener TS mischte sich bei Spielern und Anhängern des VfR Horst auch ein wenig Wehmut, denn es nicht nur das letzte Heimspiel des Fußballverbandsligisten für diese Saison, sondern das (fast) letzte an der Jahnstraße. Nächste Saison geht’s auf die neue Anlage, zirka 300 Meter den Heisterender Weg entlang.

„Eine Ära geht zu Ende“, sagte stellvertretend für viele Zuschauer Oliver Schröter, der viele schöne Erlebnisse mit dem engen Platz direkt neben dem Horster Freibad verbindet: Das Jahr als Landesligaspieler in der A-Jugend und später als Betreuer der Ligamannschaft den Sprung in die Schleswig-Holstein-Liga sowie den Sieg im Kreispokal. Aber der Blick geht nach vorn, auch bei dem 38-Jährigen: „Ich glaube, alle Mitglieder freuen sich auf die neue Anlage mit ihren kurzen Wegen und den drei Plätzen.“ Zur Horster Woche Ende Juni ist dort die Einweihung des Vereinsheims.

Nicht nur an der Bande und vor der wie immer stark frequentierten Bierbude war es das Thema. Auch VfR-Trainer Lars Lühmann, erst seit knapp einem Jahr hier tätig, war sich der Tragweite durchaus bewusst. „Gerade für die langjährigen Spieler ist es schön, dass es so ein Abschluss geworden ist“, sagte er mit Blick auf den Erfolg gegen Kaltenkirchen.

Der begann indes mit einem Schock, dem frühen Rückstand nach nur zehn Minuten. „Wir haben ein bisschen gebraucht, um uns davon zu erholen“, so Lühmann. Dann aber kämpften sich die Schwarz-Weißen Stück für Stück zurück in die Partie. Nach gut einer Stunde war es dann endlich so weit. Michel Gorny rutschte mit dem langen Fuß voran in einen scharfen Querpass von Oliver Kuck: 1:1. Der Verteidiger mit Vorwärtsdrang schlug dann auch die Flanke, die Winterzugang Stefan Weckwert in der 78. Minute zum Siegtreffer einköpfte.

Der Dreier lässt dem VfR nach wie vor die Hoffnung, noch auf Rang zwei, der zum Aufstieg in die Schleswig-Holstein-Liga berechtigt, zu rutschen. Dies allerdings nur, wenn der SV Henstedt-Ulzburg und der TSV Lägerdorf am letzten Spieltag zumindest nicht gewinnen. Ein Sieg der Horster bei Todesfelde II ist natürlich auch Pflicht.

„Wir haben unsere Aufgaben gemacht“, gab sich Lühmann betont lässig in dieser Frage. Dass die Saison in die Kategorie erfolgreich eingeordnet wird, steht dort so oder so für niemanden außer Frage. „Wir haben eine Bomben-Mannschaft“, fand etwa Innenverteidiger Dragan Suta, der der Jahnstraße ebenfalls mit einem lachenden und einem weinenden Auge adieu sagt: „Spiel und Training machen Spaß – und die dritte Halbzeit sowieso.“

Bei allem Wehmut – so ganz gehen an der Jahnstraße noch nicht die Lichter aus: Die Horster Frauen haben am kommenden Sonnabend, 24. Mai, noch ihr letztes Saisonheimspiel gegen den TSV Nordhastedt, tags darauf ist der Rewe-Cup der Jugend. Auch wenn die Pläne für die Nachnutzung als Neubaugebiet bereits fertig in der Schublade liegen könnte, so Klaus Borkowski aus dem VfR-Vorstand, im Sommer noch das ein oder andere Vorbereitungsspiel hier stattfinden. Verbands- oder mit Glück sogar Schleswig-Holstein-Liga-Spiele aber werden ab August nur hinter der Jacob-Struve-Schule und den Tennisplätzen angepfiffen.

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