zur Navigation springen

Frauenfußball-Verbandsliga : Ab durch die Mitte: Union siegt im Derby

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Tornescherinnen gewinnen dank Sonntagsschuss 2:1 gegen SCP.

shz.de von
erstellt am 22.Sep.2015 | 16:00 Uhr

Ein ums andere Mal flog sie durch ihren Strafraum, immer wieder war Denise Berger, Torhüterin der Verbandsliga-Fußballerinnen des SC Pinneberg, mit Paraden und starken Reflexen zur Stelle. Kein Wunder also, dass ihr SCP-Co-Trainer Torsten Warnow im Derby gegen Union Tornesch eine „absolute Spitzenleistung“ attestierte.

Doch bei einem Schuss des Gegners war auch die starke Berger machtlos: Als die Tornescherin Benita Thiel nach 30 absolvierten Minuten im Torneum aus gut 30 Metern kraftvoll abzog, segelte die Kugel wie an der Schnur gezogen über Berger hinweg in den Torwinkel der Pinnebergerinnen. Verdutzt schaute Thiel ihrem Geschoss hinterher. „Wir wussten, dass sie einen guten Schuss hat. Im Training deutet sie das immer mal wieder an, nur im Spiel hat sie sich bislang nicht getraut“, so ihr Trainer Mahdi Habibpur.

Thiels Sonntagsschuss leitete für die Tornescherinnen die Wende in einem insgesamt fairen Derby (keine Gelben Karten) ein.

Etwas überraschend war der Aufsteiger von der Raa in Tornesch in Führung gegangen. Sarah Gamm vollendete einen sauber vorgetragenen Konter zum 0:1 (30.) – dann aber kam Thiel und es stand 1:1 (55.).

Nachdem die Partie in Halbzeit eins offen war, setzte sich in Durchgang zwei die höhere Qualität und die Cleverness der Tornescherinnen durch. Zudem hatte Trainer Habibpur in der Halbzeitpause taktisch umgestellt. „Ich hatte erkannt, dass der SCP im Zentrum nicht so stabil ist, weshalb wir es in Halbzeit zwei nicht mehr so sehr mit hohen Bällen über außen, sondern spielerisch und flach durchs Zentrum probierten.“ Ab durch die Mitte – mit Erfolg: Union beherrschte die Partie, Thiel glich aus und die eingewechselte Hania Wulff bezwang SCP-Schlussfrau Berger ein zweites Mal. Nach einer Flanke von Finia Pohl, die Josefin Lutz per Kopf an die Querlatte bugsierte, war die eingewechselte Wulff nach überstandener Krankheit zur Stelle und netzte zum Siegtreffer vor insgesamt 150 Zuschauern ein (80.).

„Unterm Strich geht der Sieg für Union in Ordnung. Mit etwas mehr Glück wäre für uns aber auch ein Remis drin gewesen“, resümierte Warnow, „auf unserer Leistung können wir aufbauen, wir waren lange Zeit auf Augenhöhe“ – auch dank der Paraden von Denise Berger.  

zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen