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Marathon : 59-mal durch den Kaninchenstall

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Zweiter Sibirien-Marathon an der Elmshorner Stadtgrenze begeistert Läufer und Organisatoren / Neuauflage für 2016 bereits beschlossen

Es war alles angerichtet. Die idyllische Strecke von 723 Metern rund um den privaten See der Familie Thormählen, war im Vorfeld von den Grundstück-Inhabern persönlich präpariert worden. So wurde eine 50 Meter lange Matschpassage mit Stroh ausgelegt, was einen Läufer zu folgender Bemerkung veranlasste: „Neunundfünfzigmal durch einen Kaninchenstall in Sibirien zu laufen, ist schon etwas verrückt.“

Verrückt, aber begeisternd. Zum 2. Sibirien-Marathon, der 42 Einzelläufer an die Elmshorner Stadtgrenze verschlug, ging es erneut darum 42,7 Kilometer, rund 400 Meter mehr als auf der klassischen Distanz, hinter sich zu legen. Der Schnellste auf dem anspruchsvollen Rundkurs war wie im Vorjahr Falko Haase (M 45) vom 100-Marathon-Club Hamburg in 3:34 Stunden, der sich bei seinem 138. Marathon gegenüber dem Vorjahr um 20 Minuten verbesserte. Zweiter wurde Thomas Fuß (M 45) aus Glückstadt in 3:46:31 Std. Spontan hatte sich der 50-jährige Elmshorner Carsten Wend angemeldet und landete mit 4:06:01 Std. auf dem achten Rang.

Die Frauensiegerin, Kirsten Stahlberg (W 40) vom FC St. Pauli Marathonclub, war noch schneller unterwegs. Sie beendete ihren 66. Marathon in 3:56:52 Std. als insgesamt Fünfte und empfand das Laufen der kleinen Runden als psychisch sehr angenehm. Die 60-jährige Titelverteidigerin Cornelia Feurich von den Teichwiesen friends, Hamburg absolvierte in Sibirien ihren 400. Marathon in 4:59:13 Std. Ihr nächstes Ziel ist im Sommer der Loire Integral, der sie 17 Tage über 1  000 km, zirka 65 km am Tag – übernachtet wird in Zelten – durch die französische Landschaft führen wird.

Organisator Christian Hottas bewältigte seinen 2  267 Marathon in 5:58:46 Std. Der Mediziner, der die Tage zuvor noch zwei Marathons gelaufen war, hatte sich eine Zeit unter sechs Stunden vorgenommen und war dementsprechend zufrieden. Die beiden Elmshorner Marathon-Staffeln, die Großfamilie Thormählen und die EMTV-Jedermänner-Mixed Staffel liefen derweil ein spannendes Rennen. Die Familie Thormählen packte die 42,7 km in 4:27:55 Std. und war damit 2:10 Minuten schneller als die EMTV-Jedermänner.

Es gab einen weiteren Grund zur Freude. Angesichts der positiven Resonanz einigten sich Hottas und die Familie Thormählen darauf, Anfang Februar 2016 den dritten Sibirien-Marathon auszutragen.

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erstellt am 03.Feb.2015 | 16:00 Uhr

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