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Handball : 30 Treffer reichten nicht

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Obwohl der Barmstedter MTV (Landesliga) seine beste Saisonleistung abgerufen hat, 30 Tore erzielt, ging das Lokalderby gegen den Rellinger TV mit 30:35 (15:21) verloren.

Barmstedt | Es war ein Spiel, wie es im Frauenhandball nicht so oft vorkommt. Und auch die etwa 60 Zuschauer in der Barmstedter Sporthalle an der Schulstraße wollten ihren Augen nicht trauen. Da hatte der Barmstedter MTV (Landesliga) gerade seine beste Saisonleistung abgerufen, 30 Tore erzielt – und dennoch das Lokalderby gegen den Rellinger TV mit 30:35 (15:21) verloren.

„Wahnsinn, allein das Halbzeitergebnis reicht eigentlich für ein Spiel“, so RTV-Coach Rainer Knaack erfreut. Sein Gegenüber Michael von Thun war ein wenig ratlos. „Wir haben toll gekämpft, 30 Tore müssen doch eigentlich reichen.“ Von Beginn an hatte sich eine Partie entwickelt, die von Schnelligkeit sowie Tempo lebte – und in der beide Teams die Abwehrreihen vernachlässigten. Und es war das Spiel zweier Rückraumschützinnen, die das andere Team jeweils nicht in den Griff bekam. Beim BMTV „netzte“ Marie Franke gleich 12 Tore, was Knaack mit einem bitteren „die haben wir wirklich nicht verteidigen können“ quittierte. Auf seiner Seite wollte da Andrea Heumann (11) nicht nachstehen, auch Sandra Nahnsen brachte es noch auf acht Tore.

Mit dem siebten Sieg und Tabellenrang drei musste sich Knaack auch gleich wieden lästigen Fragen nach dem Saisonziel stellen, er tat dies aber gelassen. „Altona und Uetersen sind die Mannschaften der Stunde, danach kann jeder jeden schlagen“, so seine weise und zurückhaltende Antwort. Und von Thun tröstete sich mit dieser Aussage. „Wir haben sehr gut mit dem Dritten mitgehalten.“

Trotzdem: Der BMTV bleibt mit nur einem Saisonsieg auf einem Abstiegsplatz, hofft aber auf die Rückkehr dreier Langzeitverletzter. Und in Rellingen steht am Sonntag (14.30 Uhr, Egenbüttel) das Spitzenspiel gegen die ungeschlagene SG Altona II an. Vielleicht kann sich Knaack ja widerlegen – und bekommt dann noch mehr „lästige Fragen“ gestellt.

Weiterhin im Aufwind bleibt der TSV Uetersen nach dem 34:23 (18:12) gegen den SC Alstertal-Langenhorn III, während der Moorreger SV nach einer erneuten 22:26 (11:13)-Niederlage gegen den FC St. Pauli II nun endgültig im Tal der Tränen wandelt.

Bei den Herren rutscht die HSG Rissen/Wedel nach dem 26:32 (11:18) gegen das HT Norderstedt III wieder bedrohlicher Richtung Tabellenkeller, während der TSV Uetersen das Verfolgerduell mit 42:30 (22:14) gegen den TSV Ellerbek III gewann.

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