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Laufsport : 3 Generationen – 1 Hobby

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Die Elmshorner Familie Fehrs startet regelmäßig beim Elmshorner Stadtlauf.

In den vergangenen Wochen ist das Teilnehmerfeld für den 15. Elmshorner Stadtlauf am Sonntag, 27. September, auf 1800 Sportler angewachsen. Viele Meldungen kamen erst spät.

Die Elmshornerin Renate Fehrs (63) hingegen ist eine Frau der ersten Stunde. Die Leiterin des Barmstedter Awo-Kindergartens ist bisher bei jedem Stadtlauf an den Start gegangen. Wenige Male bestritt sie die Langstrecke, häufiger reicht ihr der fünf Kilometer lange Rundkurs. Meist war sie nicht allein, sondern hat mindestens ein Familienmitglied für das Laufevent begeistert. So auch jetzt. In zehn Tagen werden auch ihr Sohn Mike (44) und ihre jüngste Enkeltochter Emma (10) mitmachen, so dass die Familie mit drei Generationen startet.

„Ich habe schon lange bei der FTSV Gymnastik gemacht, als mich 1999 die Übungsleiterin dazu ermutigte Laufen zu gehen“, erinnert sich Renate Fehrs. „Sie meinte, dass ich genau der Typ dafür sei, und sie hatte Recht. Damals hatte ich mit Migräne zu kämpfen. Schnell merkte ich, dass mir die Bewegung an der frischen Luft gut tat und mich das Laufen befreite. Deshalb schloss ich mich dem Elmshorner Lauftreff an und meldete mich für den ersten Stadtlauf.“

Seitdem stehen regelmäßig Stadtläufe auf ihrem Programm und natürlich der Sonntagvormittag beim Elmshorner Lauftreff. Daran kann sie kein Wetter – weder Schnee noch Regen – hindern. „Früher war ich auch viel in Glückstadt, Friedrichskoog, Barmstedt, Uetersen, Tornesch, Wedel und Pinneberg am Start. Heute beschränke ich mich auf Barmstedt, Elmshorn und den Silvesterlauf in Lägerdorf.“

Mit ihrer Laufbegeisterung steckte Renate Fehrs ihre Familie mit Ausnahme von Ehemann Uwe an. „Opa hat drei Hobbys: Rad fahren, mit unserem Hund Marla spazieren gehen und Grillen“, sagt Emma Fehrs. Die Fünftklässlerin der Bismarckschule läuft das dritte Mal fünf Kilometer und hat sich vorgenommen noch vor dem Ziel einige erwachsene Läufer durch kleine Sprints hinter sich zu lassen. Auch sie hat schon Routine bei Läufen, denn sie bestritt in der Grundschule einige Stundenläufe, nahm an Bambiniläufen in Barmstedt und am Einweihungslauf für die Käpten-Jürs-Brücke teil. Trotzdem ist ihre Begeisterung für die Leichtathletik nicht so groß, dass sie sich für diese Sportart entschied. „Ich turne montags beim EMTV und will künftig Karate trainieren“, sagte sie

Der Dritte im Bunde beim Stadtlauf ist Emmas Vater Mike. Der Straßenbaumeister tritt über die zehn Kilometer an. „Ich begann mit dem Laufen, als Emma geboren wurde und bin etwa das zehnte Mal beim Stadtlauf am Start. Meine beiden älteren Töchter, die heute 14 und 18 sind, waren früher auch dabei. Aber trainiert habe ich immer allein“, sagt das Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Elmshorn, das mehrmals in der Woche 12 bis 14 Kilometer läuft oder noch länger Fahrrad fährt.

Fehrs ist Triathlet und nahm in diesem Jahr am Wettbewerb in St. Peter-Ording teil. „Es war schon was Besonderes in der Nordsee zu schwimmen. Anschließend absolvierten wir am Strand und in den Dünen einen kräftezehrenden Lauf. Die abschließende Radstrecke auf dem Deich war da schon harmlos, denn wir hatten da ja nur mit dem Wind zu kämpfen.“

Für ihn stellt der Stadtlauf ein letztes Saisonziel dar, bevor er nach vier Wochen Pause im Training wieder richtig durchstartet. Beim Stadtlauf verfolgt er noch einmal ein hohes Ziel: „Ich will eine gute Zeit laufen, um sie für das Feuerwehr-Laufabzeichen einzubringen.“

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erstellt am 17.Sep.2015 | 16:00 Uhr

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