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American Football : 2. Bundesliga – die Pirates sind drin

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Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Seeräuber steigen nach 45:28 über die Berlin Bears auf / 1700 Fans feiern im Krückaustadion

shz.de von
erstellt am 18.Sep.2017 | 16:00 Uhr

So unterschiedlich können die Reaktionen sein. Sylvia Nowak ballte die Fäuste und streckte sie gen Himmel. Jörn Maier blieb äußerlich cool. Und doch einten die Vorsitzende der Elmshorn Fighting Pirates und ihren Trainer die gleichen Gefühle: der Aufstieg ist da. Die American Footballer in Gelb spielen im kommenden Jahr wieder in der 2. Bundesliga Nord (German Football League II). Sie besiegten gestern im zweiten Relegationsspiel vor 1700 Zuschauern im Krückaustadion die Berlin Bears, Meister der Regionalliga Ost, mit 45:28 (24:3). Das reicht trotz der Niederlage vor einer Woche bei den Solingen Paladins unabhängig davon, wie die Partie zwischen dem Ost- und dem West-Meister am kommenden Wochenende ausgeht, um mindestens Platz zwei in der Tabelle zu holen.

„Ich habe immer daran geglaubt. Ich freue mich, diese Saison mit euch gemeinsam gegangen zu sein“, sagte Nowak im letzten Team-Huddle des Jahres. Maier gratulierte seinen Spielern: „Gentlemen, we made it.“ Doch nach seinem 50. Spiel als Trainer der Pirates gab er auch zu: „Es war viel Anspannung gewesen, weil es um so viel ging. Deswegen habe ich es so richtig wahrscheinlich noch gar nicht realisiert, aber es fühlt sich auf jeden Fall schon gut an.“

Der Gastgeber legte los wie die Feuerwehr. Zweiter Spielzug, erste Punkte. Cody Coleman trug den Ball über 78 Meter, also Dreiviertel des Feldes, in die Berliner Endzone. Sören Becker verwandelte anschließend den ersten seiner sechs Zusatzpunkte. Der Kicker blieb gestern ohne Fehl und Tadel, erzielte zudem noch ein Fieldgoal und sicherte sich so in der internen Scorerliste endgültig Rang zwei hinter Coleman. Der US-Amerikaner drehte gestern auf, als sei er nie verletzt gewesen. Bis zur Halbzeit erlief er zwei weitere Touchdowns. Die Defense um den einmal mehr überragenden Chris Beaulaurier ließ gerade mal ein Fieldgoal der Gäste zu.

In der zweiten Halbzeit war die Elmshorner Abwehrarbeit nicht mehr ganz so gut. Die Gäste kamen zu drei Touchdowns, brachten aber weder einen Extra-Punkt-Versuch noch zwei Two-Point-Conversions ins Ziel. Da Johannes Jermies zwei lange Touchdownpässe von Quarterback Guillermo Serrano fing und Coleman in der Schlussphase ebenfalls punktete, fiel nach kurzem Rechnen der Startschuss zum Jubeln mit Freibier.

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