Fußball-Oberliga : 0:3 – VfL Pinneberg verschläft letztes Saisonheimspiel

So wie hier Flemming Lüneburg (links) gegen den Buchholzer Milaim Buzhala kamen die Pinneberger oft einen Schritt zu spät.
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So wie hier Flemming Lüneburg (links) gegen den Buchholzer Milaim Buzhala kamen die Pinneberger oft einen Schritt zu spät.

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18. Mai 2015, 16:00 Uhr

Im Rennen um den Oberliga-Meistertitel mussten die Fußballer des VfL Pinneberg längst abdrehen. Ein Spieltag vor Saisonende droht jedoch auch die „Kreismeisterschaft“ verloren zu gehen. Während Lokalrivale SV Halstenbek-Rellingen in Meiendorf siegte, kassierte der VfL gegen den TSV Buchholz 08 eine auch in der Höhe verdiente 0:3-Pleite. Die Folge: HR geht mit einem Zähler Vorsprung ins Saisonfinale und hat nun beste Aussichten auf den Kreistitel, den im Vorjahr noch die Pinneberger holten. Hoffnung auf eine erfolgreiche Titelverteidigung gab der Auftritt des VfL gegen Buchholz allerdings nicht.

Im Vorfeld der Partie sprach Coach Michael Fischer von „fehlender mentaler Frische“ in seiner Mannschaft. Die anschließend gezeigte Leistung bekräftigte diese Aussage. Das Spiel des VfL war geprägt von vielen Unzulänglichkeiten. Ein strukturierter Spielaufbau kam nur selten zustande, klare Torchancen waren insbesondere in Hälfte eins Mangelware. Hinzu kam ein Gegner, der bemerkenswert motiviert und konzentriert auftrat. Und noch dazu die Fehler des VfL eiskalt bestrafte.

So geschehen beim 0:1 (21.): Nach einem Pinneberger Ballverlust im Mittelfeld schalteten die Gäste blitzschnell um, schickten Rechtsaußen André Müller auf die Reise, der aus 14 Metern trocken einschob. Ohnehin lief bei Buchholz viel über Müller. Pinnebergs Verteidiger Sascha Bernhardt wirkte zeitweise doch etwas überfordert mit seinem quirligen Gegenspieler, der via scharfer Hereingabe in den Rücken der VfL-Abwehr auch das 0:2 einleitete (28.). Alexander Gege sorgte vom Punkt aus bereits vor der Pause für die Vorentscheidung (36.).

Entsprechend bedient zeigte sich VfL-Trainer Michael Fischer. Nicht nur von der Leistung seines Teams. Auch Schiedsrichter Philipp Steiner (GW Harburg) bekam aufgrund einiger kniffliger Entscheidungen Fischers Zorn zu spüren. „Das ist noch schlechter als wir spielen“, hallte es etwa über den Platz. Irgendwann wurde es Steiner zu bunt. Er beorderte den aufgebrachten Coach auf die Tribüne. So gab es beim VfL aber zumindest einen, der durchgehend Leidenschaft und Einsatzwillen zeigte.

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