Eishockey : Trotz zweier Niederlagen gerettet

Cedric Montminy (rechts) zieht mit voller Kraft, doch der Braunlager Goalie Dennis Korff wehrt den Puck erfolgreich ab.
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Cedric Montminy (rechts) zieht mit voller Kraft, doch der Braunlager Goalie Dennis Korff wehrt den Puck erfolgreich ab.

Die Eishockeyspieler des EHC Timmendorfer Strand haben in der Oberliga-Qualifikationsrunde trotz zweier Niederlage die Liga gehalten.

shz.de von
27. Februar 2018, 06:02 Uhr

Im letzten Heimspiel dieser Saison verabschiedete sich Eishockey-Oberligist EHC Timmendorfer Strand mit einer 3:7 (0:2, 2:2, 1:3)-Niederlage gegen Tabellen-Schlusslicht Harzer Falken von seinen Fans. Nach der Partie entschuldigte sich Trainer Marc Vorderbrüggen für die schwache Leistung seines Teams. Zwei Tage zuvor unterlagen die Ostholsteiner mit 0:1 (0:0, 0:0, 0:1) bei den Black Dragons Erfurt (siehe Artikel unten).

Trotz der beiden Pleiten haben die Timmendorfer den Klassenerhalt gesichert. Dabei profitierten sie von der 2:3-Niederlage der Braunlager gegen Preußen Berlin. Die Harzer Falken stehen so als sportlicher Absteiger fest.

Im ersten Drittel hielten die Timmendorfer gegen Braunlage noch mit. Allerdings versäumten sie es, ihre Chancen zu nutzen, während die Gäste auf 2:0 davon zogen. Im mittleren Spielabschnitt gelang Cedric Montminy der Anschlusstreffer. Nach dem 1:3 verkürzte Kevin Kunz im direkten Gegenzug. Die Entscheidung zu Gunsten der Harzer Falken fiel kurz vor und nach der zweiten Pause, als sie zum 2:5 trafen. Die Timmendorfer leisteten nun keine Gegenwehr mehr, zeigten weder Einsatz noch Willen und gerieten verdient mit 2:7 unter die Räder. Der dritte Timmendorfer Treffer durch Tim Dreschmann in der Schlussminute hatte nur noch statistischen Wert. „Das letzte Drittel war eine reine Katastrophe“, bilanzierte Trainer Marc Vorderbrüggen.

In Erfurt fehlten neben den verletzten Jordi Buchholz und Adam Suchomer auch Kenneth Schnabel und Goalie Jan Dalgic. So bekam der junge Torwart Fabio Alonso eine Chance und verdiente sich Bestnoten. Er musste erst in der 48. Minute hinter sich greifen, als Felix Schümann bei einer Erfurter Überzahl das einzige Tor des von beiden Seiten ruppig geführten Spieles erzielte. Timmendorf hatte durchaus Chancen zum Ausgleich, brachte den Puck aber nicht über die Linie.

Trotz der Niederlage waren die Spieler auch auf der Rückfahrt noch „geflasht“, da sie auf der Hinfahrt das olympische Halbfinale zwischen Deutschland und Kanada verfolgen, das die Deutschen sensationell für sich entschieden. Nur Cedric Montminy war über das Ergebnis „not amused“. Der Kanadier hatte schnell einen Schuldigen gefunden. Die NHL, die stärkste Liga der Welt, hatte sich geweigert, ihre Spieler für Olympia abzustellen. „Aber Deutschland war über 60 Minuten gesehen die bessere Mannschaft“, räumte Montminy ein. Der Timmendorfer Kapitän Patrick Saggau jubelte und bedauerte, dass es knapp nicht zur goldenen Medaille reichte. „Ich hoffe, dass dieser sensationelle Erfolg einen Eishockey-Boom in Deutschland auslöst und die Kinder sich in Scharen zur Laufschule anmelden. Zum Turnier kann man nur sagen, dass Wille, Glaube und Einsatz jederzeit Talent schlagen kann. Wobei ich sage, dass Deutschland auch spielerisch überzeugt hat.“

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