Leichtathletik : Sagawe als Meister nach Nantes

Niklas Sagawe (PSV Eutin) verbesserte in Halle seine persönliche Bestleistung von 57,86 Meter deutlich auf 65,12 Meter.
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Niklas Sagawe (PSV Eutin) verbesserte in Halle seine persönliche Bestleistung von 57,86 Meter deutlich auf 65,12 Meter.

Nach dem Titelgewinn bei den nationalen U20-Meisterschaften im Speerwurf geht es für Niklas Sagawe (PSV Eutin) am Wochenende zum Jugendländerkampf nach Frankreich.

shz.de von
27. Februar 2018, 06:00 Uhr

Eutin | Die Bedingungen bei den deutschen Jugendmeisterschaften im Winterwurf waren nicht einfach, und die Teilnehmer mussten sich warm anziehen. Und das tat der deutsche Jugendmeister Niklas Sagawe vom Polizei SV Eutin auch, der sich mit 65,12 Meter den nationalen Titel holte (OHA berichtete).

Temperaturen um -4 Grad Celsius, Sonnenschein und nur wenig Wind sorgten für winterliche Bedingungen. „Der Wind kam dann leistungsfördernd auch noch von vorn“, ließ sich der Eutiner von den Bedingungen nicht beeindrucken. „Aber, man muss den Speer auch richtig in den Wind legen, sonst kann man ihn nicht nutzen. Das ist mir wohl gut gelungen“, freut er sich über seinen erneuten Coup.

Schon 2017 hatte er für eine ähnliche Überraschung gesorgt, als er in der U18 den damals noch 700 Gramm schweren Speer bei der U18-DM im dritten Versuch sensationell auf 70,64 Meter warf. In Halle setzte er sich gleich im ersten Versuch mit 61,67 Meter an die Spitze „Ich habe den Speer beim Abwurf gut getroffen“, war der Eutiner froh über seinen Wettkampfbeginn.

Die Konkurrenten konnten erst im zweiten Durchgang folgen. Mit Adrian Griffel von der Bramstedter TS warf sich ein weiterer schleswig-holsteinischer Jugendlicher mit 62,05 Meter zunächst auf den Silberrang. Aber auch der hohe Favorit Tomas Schlegel vom LC Rehlingen, der im Vorjahr den für diese Jahrgangsklasse 800 Gramm schweren Speer schon 69 Meter geworfen hatte, kam Sagawe mit 61,77 Meter näher. Unbeeindruckt steigerte sich der Eutiner auf 62,52 und 63,04 Meter und baute damit seine Führung zum Ende des Vorkampfes aus. Zum Endkampf wurde für die letzten drei Versuche die Reihenfolge nach der Platzierung verändert, so dass Sagawe als Bester des Vorkampfes als letzter Werfer in die Anlaufbahn gehen konnte. Zunächst aber steigerte sich Mitfavorit Jacob Nauck SC DHfK Leipzig, der eine Bestleistung von mehr als 66 Metern aufweist, auf 61,46 Meter.

Beim Wurf des Rehlingers Tomas Schlegel hielten die Eutiner den Atem an, denn der Speer flog sehr weit. Aber es wurden „nur“ 62,69 Meter gemessen. Als auch Adrian Griffel, der mittlerweile Dritter war, sich nicht mehr verbessern konnte, stand Niklas Sagawe als deutscher Meister der U20 fest. Weiter konzentriert ging er hoch motiviert in den letzten Versuch, denn „ich wollte noch mal weit werfen“. Das gelang eindrucksvoll mit 65,12 Meter. „Ich bin den Bewegungsablauf noch mal durchgegangen und dann hat es geklappt. Das fand ich cool“, freut er sich über die neue Bestleistung, die bisher bei 57,86 Meter stand.

Gespannt blickt Sagawe jetzt auf das kommende Wochenende, wo er zusammen mit Adrian Griffel die deutschen Farben im Jugendländerkampf in Nantes/Frankreich vertreten darf.

Dagegen hatten sich zwei „Youngster“ bereits am ersten Tag der Titelkämpfe in starker Form präsentiert. Speerwerfer David Schliep vom Polizei SV Eutin schaffte es bei immerhin 17 Teilnehmern der U18 im Winterwurf bis ins Finale und wurde mit 56,74 Meter Siebter. „Schade, dass es mit der DM-Norm für den Sommer, die bei 58 Metern liegt, nicht ganz geklappt hat, aber ich bin trotzdem glücklich, besonders über den Finalplatz“, ist Schliep keineswegs enttäuscht.

U20-Weitspringer Nick Schmahl vom TSV Heiligenhafen befand sich nicht in seiner besten Form, dennoch sind seine 7,04 Meter durchaus achtbar. Seine Bestweite erzielte er dabei bereits im ersten Durchgang, danach lief es nicht mehr, und es folgten vier ungültige Versuche. „Mein letzter Schritt war zu lang, daher bin ich immer wieder übergetreten. Ich habe das einfach nicht in den Griff bekommen“, analysierte er seinen Wettkampf und war froh über die gute Erfahrung, die er bei den Titelkämpfen gemacht hat.

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