Leichtathletik : Nane Maaß ist das Maß aller Dinge

In der Hamburger Leichtathletikhalle zeigt Nane Maaß ihre Goldmedaille vom 400-Meter-Lauf.
In der Hamburger Leichtathletikhalle zeigt Nane Maaß ihre Goldmedaille vom 400-Meter-Lauf.

U16-Athletin des PSV Eutin gewinnt in Hamburg die U18-Hallen-Landestitel über 200 und 400 Meter.

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20. Januar 2020, 20:03 Uhr

Hamburg | Mit ausgezeichneten Leistungen machte am Wochenende Nane Maaß auf sich aufmerksam. Die Neustädterin, die für den Polizeisportverein Eutin startet, lief zu zwei U18-Landestiteln. Die 16-Jährige ließ sowohl über 200 Meter, als auch über 400 Meter die Konkurrentinnen hinter sich und hat sich über 200 Meter für die deutschen U20-Jugendmeisterschaften in Neubrandenburg qualifiziert, die am 15. und 16. Februar ausgetragen werden.

Ich war vor dem Rennen schon extrem nervös, umso schöner, dass es mit dem Titel geklappt hat. Nane Maaß nach dem Sieg über 400 Meter
 

Nane Maaß hat sich am Sonnabend mit dem 60-Meter-Vorlauf auf ihre Spezialstrecken eingestimmt. Hier steigerte sie ihre Bestzeit als Vorlaufsiegerin von 8,31 Sekunden auf 8,04 Sekunden. Das hätte fürs Finale gereicht, doch Nane Maaß verzichtete, da sie sich voll auf die 400 Meter konzentrieren wollte. Der Verzicht zahlte sich aus, denn sie gewann ihren ersten U18-Landestitel souverän in der neuen Bestzeit von 59,02 Sekunden. Sie sagte: „Ich war vor dem Rennen schon extrem nervös, umso schöner, dass es mit dem Titel geklappt hat.“

Am Sonntag folgte über 200 Meter der nächste Glanzpunkt. Diesmal lag die Favoritenrolle bei der Hamburgerin Michelle Klobe. Das sei für Nane Maaß ein Nachteil gewesen, denn ihre Konkurrentin sei direkt hinter ihr gestartet, meinte ihr Trainer Michael Wormeck: „Doch diesmal ging Nane Maaß das Rennen im Gegensatz zur letzten Woche nicht verhalten an, sondern zog das Ding von Anfang bis Ende voll durch und kam in 25,43 Sekunden ins Ziel.“

Sie auf den letzten Metern zu schlagen, ist schwer, da sie beißen kann wie keine andere. Trainer Michael Wormeck über Nane Maaß
 

Der Trainer weiß um die kämpferischen Qualitäten der jungen Sprinterin: „Sie auf den letzten Metern zu schlagen, ist schwer, da sie beißen kann wie keine andere.“ Der Lohn war, dass sie die Norm für die Deutschen U20-Jugendmeisterschaften geknackt hat. In Neubrandenburg trifft sie am 8. und 9. Februar auf Athletinnen, die bis zu drei Jahre älter sind.

Hannes Behrens verbessert sich über 200 Meter um 9 Hundertstelsekunden

Auch Hannes Behrens zeigte eine deutliche Leistungssteigerung gegenüber dem letzten Wochenende. Er verbesserte sich über 400 Meter um fast 2,5 Sekunden auf 53,94 Sekunden. Auch er verzichtete auf das 60-Meter-B-Finale, für das er sich im Vorlauf mit 7,67 Sekunden qualifiziert hatte. Am Sonntag verbesserte Hannes Behrens seine erst letzte Woche erzielte Bestzeit über 200 Meter von 23,99 Sekunden auf 23,90 Sekunden, mit denen er Fünfter wurde.

Die Brüder Kjell (links) und Mika Jokschat waren mit der Kugel vorne dabei.
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Die Brüder Kjell (links) und Mika Jokschat waren mit der Kugel vorne dabei.
 

Im Kugelstoßen der Männerklasse traten U20-Athlet Mika Jokschat und Speerwerfer Niklas Sagawe gegen starke Konkurrenz an. Mika Jokschat war die gesamte Woche durch eine starke Erkältung gehandicapt und konnte nicht trainieren. Er wurde am Ende Dritter mit neuer persönlicher Bestleistung von 14,07 Metern. Niklas Sagawe hatte mit der Männerkugel die 13 Meter angepeilt, am Ende wurden es 12,90 Meter und der fünfte Platz. Sieger in diesem Wettkampf wurde Ralf Mordhorst vom LAC Lübeck mit 14,62 Metern.

Kjell Jokschat machte es bei der U18-Konkurrenz zuerst recht spannend, da seine beiden ersten Versuche mit der Drehstoßtechnik ungültig waren. Im dritten Versuch ging er auf Nummer sicher und stieß aus dem Stand 14,51 Meter, auch das war eine persönliche Bestleistung. Doch waren die weiteren Stöße waren ungültig, so musste er sich mit der die Silbermedaille zufrieden geben.

Daniel Garschke wird über 800 Meter Fünfter

Mittelstreckler Daniel Garschke hadert weiterhin an seiner Form, über 1500 Meter wurde er mit 4:11,84 Minuten Achter. Dass er es besser kann, bewies er am Sonntag über 800 Meter. Mutig biss er sich in der Spitzengruppe der Männerklasse fest und kam am Ende in guten 1:59,26 Minuten als Fünfter ins Ziel. Jette Andrés muss weiter auf ihren ersten Fünf-MeterSprung warten. Sie verpasste den Endkampf der besten Acht mit 4,76 Metern und belegte am Ende den 14. Rang. U16-Talent Pauline Schwarten musste auf ihren ersten Start in der U18 verzichten, sie sagte wegen Krankheit ab.

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