Leichathletik : Maximilian Groß springt auf Anhieb Bestleistung

Im zweiten Versuch landet Maximilian Groß bei der Saisonpremiere im Lübecker Stadion Buniamshof bei 5,25 Metern
Im zweiten Versuch landet Maximilian Groß bei der Saisonpremiere im Lübecker Stadion Buniamshof bei 5,25 Metern

Weitspringer aus Preetz beginnt die Saison mit einem 5,67-Meter-Sprung.

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24. Juni 2020, 16:23 Uhr

Lübeck | Verkorkster kann ein Saisonstart kaum sein, doch Maximilian Groß vom Preetzer TSV macht auf der Tribüne des Leichtathletikstadions am Buniamshof trotzdem einen zufriedenen Eindruck. „Mit 5,67 Metern bin ich eine neue persönliche Bestweite gesprungen“, stellt der U20-Weitspringer fest, der am Sonntag bei optimalen äußeren Bedingungen beim „kleinen Springertag" des LBV Phönix Lübeck seinen ersten Wettkampf im Freien im Jahr 2020 absolvierte.

Das Weitsprungtraining hat mir von vornherein am meisten Spaß gemacht. Maximilian Groß vom Preetzer TSV hat mit 12 Jahren seine ersten Sprünge absolviert
 

„Ein Frühjahr komplett ohne Training? Das hätte ich nicht ausgehalten“, berichtet der Gymnasiast, der im kommenden Jahr am Preetzer Gymnasium sein Abitur machen will. An ein geordnetes Training sei kaum zu denken gewesen. So habe vor allem Krafttraining im Vordergrund gestanden, denn „das kann ich alleine machen“. Maximilian Groß wohnt in der Nähe des Sportplatzes – und so hat er die Chance genutzt, um auch ein wenig an seiner Technik zu feilen. Aber allein zu traininieren sei nicht einfach. Leichtathletik sei sein sportliches Hobby, seit er 12 ist. „Das Weitsprungtraining hat mir von vornherein am meisten Spaß gemacht“, blickt er zurück. Auch der Sprint habe ihm gefallen. Der härteste Trainingsinhalt seien die 400-Meter-Läufe, sagt Maximilian Groß. Am besten gefallen ihm die Sprünge, die Sprungläufe, Ein-Bein-Sprünge und alle Technikübungen.

Ein großes Lob für Trainer Marco Neumann

Im Sport-Alltag, der bald wieder einkehren soll, steht ihm nicht nur die Trainingsgruppe, sondern vor allem Trainer Marco Neumann zur Seite: „Das ist ein top Typ! Er gibt mir zwischen den Sprüngen viel mit auf den Weg.“

Maximilian Groß ist mit dem Wettkampf auf dem „Buni“ zufrieden.
Harald Klipp
Maximilian Groß ist mit dem Wettkampf auf dem „Buni“ zufrieden.
 

Der Wettkampf war eine ungewohnte Erfahrung, der letzte Vergleich mit anderen Athleten datiert vom Februar bei den Landesmeisterschaften in der Halle in Hamburg, bei denen er 5,60 Meter gesprungen ist. In der Regel trainiere er sechs Mal pro Woche, verrät der 18-Jährige.

Mit Krafttraining durch den Winter - und dann kam Corona

Im Winter investiere er viel Zeit in die Verbesserung der Sprungkraft, kurz vor dem Wettkampf stünden Technik und Anlauf im Vordergrund. Normalerweise! Corona hat fast alles über den Haufen geworfen, an eine planbare Leichtathletiksaison sei kaum zu denken. Groß hofft, dass er bei den Landesmeisterschaften starten kann – wenn die denn stattfinden. Sicher ist in diesen Tagen, Wochen und Monaten nichts.

Biologie als profilgebendes Fach

Die Laufbahn und der Anlauf zur Weitsprunggrube gefallen dem U20-Sportler. Die Bahn sei auf jeden Fall besser und schneller als in Preetz, verrät er mit einem Lächeln. Der Gymnasiast hat als Oberstufenprofil Biologie gewählt. „Das ist auch deshalb interessant, weil ich so viel über Anatomie lerne und verstehen kann, was in Training und Wettkampf mit meinem Körper passiert.“

Ein konkretes Saisonziel ist bei den Corona-Wirren auf der Strecke geblieben. „Ich gucke, wo ich mich verbessern kann.“ In Lübeck hat das schon einmal ganz gut geklappt...

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