Fussball : Marcello Meyer ist der Schrecken von Eutin 08

Der Lübecker Marcello Meyer zeigt im Duell mit Kevin Ferchen seine Defensivqualitäten, Forian Härter (links) und Kapitän Florian Ziehmer sehen bei der Aktion konzentriert zu. Fotos: Harald Klipp
Der Lübecker Marcello Meyer zeigt im Duell mit Kevin Ferchen seine Defensivqualitäten, Forian Härter (links) und Kapitän Florian Ziehmer sehen bei der Aktion konzentriert zu. Fotos: Harald Klipp

Oberliga: 1. FC Phönix Lübeck übernimmt nach dem 2:0(2:0)-Sieg die Tabellenführung.

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08. März 2020, 20:29 Uhr

Eutin | So sehr sich die Spieler von Eutin 08 in der ersten Halbzeit auch mühten: Sie bekamen keinen rechten Zugriff auf das Spel. Der 1. FC Phönix Lübeck bestimmte das Geschehen, hatte mehr Ballbesitz und hielt die Gastgeber in Schach. Dazu kam die Klasse von Marcello Meyer, der die Partie mit seinen beiden Toren in der 14. und 18. Minute früh entschied.

Meyer war der Dreh- und Angelpunkt des Lübecker Spiels, er war in der Offensive Ballverteiler und hatte auch Zug zum Tor, in der Defensive ging er keinem Zweikampf aus dem Weg. Eine erste Kostprobe seiner Entschlossenheit bekamen die 167 zahlenden Zuschauer in der zehnten Minute, als er den Ball aus 17 Metern an die Latte schoss, der Eutiner Torwart Nikolas Wulf hätte keine Abwehrchance gehabt. Vier Minuten später machte es Meyer besser, er nahm einen flachen Querpass von links direkt – und versenkte den Ball im oberen rechten Torwinkel. Und als sich Innenverteidiger Moritz Achtenberg gegen Conor-Jonathan Gnerlich nur mit einem Foul zu helfen wusste, zeigte der umsichtige Schiedsrichter Malte Gerhardt sofort auf den Elfmeterpunkt.

Meyer verwandelt den Foulelfmeter zum 2:0

Marcello Meyer schoss hart und platziert ins untere rechte Eck, Nikolas Wulf hatte zwar die richtige Ecke geahnt, kam aber zu spät. Die Gastgeber wurden jetzt offensiver, fanden aber kein Mittel gegen die konsequente Phönix-Abwehr mit dem sicheren Torwart Kevin Knittel, der lediglich im Spielaufbau Schwächen offenbarte.

In der zweiten Halbzeit gestaltete Eutin 08 das Spiel offen, wurde aber nur selten torgefährlich, die beste Aktion hatte der eingewechselte Thies Borchardt, der von halbrechts in den Strafraum eindrang, den Angriff jedoch mit einem Querpass statt mit einem Torschuss abschloss (48.).

Auf der anderen Seite rummste es, als Achtenberg und Meyer mit den Köpfen zusammenrasselten, und wenig später Marco Pajonk einen Tick zu spät kam und gegen den rechten Pfosten rauschte. „Zum Glück ist bei beiden Aktionen nichts Schlimmeres passiert“, stellte der Eutiner Trainer Dennis Jaacks fest.

Die Eutiner haben uns kämpferisch auf dem nicht einfach zu bespielbaren Boden alles abverlangt. Frank Salomon, sportlicher Leiter des 1. FC Phönix Lübeck
 

Frank Salomon ist der Vater des Erfolgs von Phönix Lübeck. Er strebt mit der Mannschaft den Meistertitel und danach den Aufstieg in die Regionalliga Nord an. Eutin 08 habe seine Sache besser gemacht als im Hinspiel, das die Lübecker 1:0 gewonnen hatten, meinte Salomon: „Die Eutiner haben uns kämpferisch auf dem nicht einfach zu bespielbaren Boden alles abverlangt.“ Mit den drei Punkten hat Phönix den SV Todesfelde überflügelt, dessen Spiel ausgefallen ist. Auf die Frage, ob das Duell den Rest der Saison bestimmen werde, sagte Salomon: „Sollte Todesfelde Schritt halten können, wird es uns bis zum Ende beschäftigen.“ Er gehe davon aus, dass der 1. FC Phönix die Lizenzunterlagen für die Regionalliga fristgerecht noch im März einreichen werde.

Ich denke, wir haben hier trotz der Niederlage ein richtig klasse Spiel gemacht. Dennis Jaacks, Trainer von Eutin 08
 

Dennis Jaacks war trotz der Niederlage mit der Leistung seines Teams zufrieden: „Ich denke, wir haben hier trotz der Niederlage ein richtig klasse Spiel gemacht.“ Der Gegner habe von der individuellen Klasse profitiert: „Das 1:0 kam aus dem Nichts. Marcello Meyer hat sich da aus 20 oder 25 Meter ein Herz gefasst.“ Die Niederlage sei natürlich bitter, zeige aber auch die Qualität auf der Gegenseite. „Doch auch wir haben heute nicht viel falsch gemacht“, fasst Jaacks sein Statement zusammen.

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