Fussball : Eutin 08 verdient sich ein Unentschieden bei Inter Türkspor Kiel

Das war die Eutiner Chance zum 2:0, doch Sören Lepin (Zweiter von links) schießt nach prima Vorarbeit von Nico Bruns den Kieler Torwart Hüsnü Özdemir an, der geschickt den Winkel verkürzt hat.
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Das war die Eutiner Chance zum 2:0, doch Sören Lepin (Zweiter von links) schießt nach prima Vorarbeit von Nico Bruns den Kieler Torwart Hüsnü Özdemir an, der geschickt den Winkel verkürzt hat.

Rasmus Tobinski erweist sich als sicherer Elfmeterschütze.

shz.de von
15. April 2019, 10:00 Uhr

Kiel | Eutin 08 kann doch Elfmeter schießen. Drei Wochen, nach die Eutiner beim Heimspiel gegen den VfR Neumünster gleich zwei Strafstöße verschossen hatten, übernahm Rasmus Tobinski Verantwortung, schnappte sich den Ball und ließ dem Kieler Torhüter Hüsnü Özdemir keine Abwehrchance (16.). In einem temporeichen Spiel verdienten sich die Eutiner bei Inter Türkspor Kiel ein 1:1(1:0)-Unentschieden und haben den achten Platz in der Tabelle gefestigt.

Die Kieler drängten die Eutiner in den Anfangsminuten zurück, hielten die Abwehr um die sicheren Innenverteidiger Lasse Schlüter und Moritz Achtenberg in Atem. Torhüter Nikolas Wulf bestätigte seine starke Form der letzten Wochen und war zur Stelle, wenn er gebraucht wurde. Mit einem Angriff über die rechte Seeite leiteten die Gäste das Führungstor ein, Egzon Lahi drang in den Strafraum ein und wurde von Christoph Schimming zu Fall gebracht. Schiedsrichter Eike-Robert Albig pfiff Elfmeter, Tobinski verwandelte zum 1:0 (16.). Danach wurde die Partie offener, Tobinski kam bei einem gefühlvoll in den Fünf-Meter-Raum gedrehten Freistoß von Nico Bruns einen Schritt zu spät (22.). In der 36. Minute erkämpfte Bruns den Ball am Anstoßkreis, spielte ihn flach in die Spitze, Tobinski lief frei auf Özdemir zu, der den Wionkel geschickt verkürzte und den Ball sogar festhielt. Und die Eutiner hatten auch die dritte Großchance der ersten Halbzeit, als Sören Lepin nach einem Solo von Nico Bruns im Straraum abzog, dabei aber Özdenir anschoss (45.).

In der zweiten Halbzeit drückten die Kieler weiter aufs Tempo, Eutin 08 wurde zurückgedrängt, hatte nur noch wenige Konterchancen. Der Ausgleichstreffer fiel in einer Inter-Drangperiode, als Erdogan Cumur am Elfmeterpunkt zum Abschluss kam und den Ball – unhaltbar für Wulf – ins Tor schoss (68.). Die Gäste zeigten Wirkung, waren in einigen folgenden Aktionen unsortiert und hatten Glück, dass Nikolas Wulf einen Schuss von rechts aus spitzem Winkel mit einer Fußabwehr entschärfte (69.).

Die letzte Eutiner Möglichkeit vergab Madiop Badiane-Pouye, der jedoch zu wenig Druck hinter seinen Schuss brachte. Für Inter Türkspor Kiel hatte Cumur die letzte Chance, doch sein 20-Meter-Freistoß fand nicht den Weg ins Tor (90.).

„Das Unentschieden ist auf jeden Fall ein Schritt nach vorne, was die Punktzahl angeht“, meinte der Kieler Trainer Özcan Atasoy, der seiner Mannschaft den strukturierteren und besseren Fußball sowie die größeren Chancen bescheinigte.

Trainer Dennis Jaacks (Eutin 08) empfand das Unentschieden als gerecht, sah die besseren Möglichkeiten im Gegensatz zu Atasoy aber auf Eutiner Seite: „Wir hatten extrem viele Konterchancen, sind zweimal alleine auf den Torwart zugelaufen. Da hat dann die nötige Abschlussqualität gefehlt.“ Gute Noten verdiente sich die Defensive: „Da haben wir alles reingeworfen!“ Aber auch Inter Türk habe ein sehr engagiertes Spiel geliefert.

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