Zwei Neue und kein Trainer

Und wieder ein Neuer: Emmanuel Ngon a Goufan (links, hier im Duell mit dem Preetzer Erdogan Cumur) ist 26 Jahre alt, kommt aus Kamerun und spielte bis Januar für den Rotenburger SV. Foto: stöter
Und wieder ein Neuer: Emmanuel Ngon a Goufan (links, hier im Duell mit dem Preetzer Erdogan Cumur) ist 26 Jahre alt, kommt aus Kamerun und spielte bis Januar für den Rotenburger SV. Foto: stöter

SH-Liga: FC Sylt unterliegt dem Preetzer TSV vor 55 Zuschauern in Itzehoe 0:1

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10. September 2012, 03:59 Uhr

itzehoe | Der FC Sylt ist immer für eine Überraschung gut: Diesmal waren die Exil-Insulaner aber nur indirekt beteiligt, denn die Schiedsrichter setzt Volker Koppelt noch nicht selbst an. Es mutete allerdings schon seltsam an, dass das Spiel vom Bruder des Sylter Torhüters Martin Balsam gepfiffen wurde und an der Linie der Bruder des gesperrten Sylters Patrick Amponsah assistierte.

Den Gastgebern nützten die familiären Beziehungen nichts. Im Gegenteil: Die Entscheidung fiel durch einen Elfmeter, den nicht jeder Unparteiische pfeift. Preetz-Angreifer Yannick Wolf wurde von Moke Diarra und Aaron Eichhorn in die Zange genommen und kam zu Fall. Schiri Thorsten Balsam zögerte nicht lange und zeigte auf den Punkt. Eine Konzessionsentscheidung, denn kurz zuvor hatte Martin Balsam Jan Göben gefoult, was Bruder Balsam aber nicht geahndet und sich Proteste der Preetzer eingehandelt hatte. Göben trat an und erzielte nach 54 Minuten das Tor des Tages.

Es hätte schon zur Halbzeit 6:3 für die Gäste stehen müssen, denn Erdogan Cumur (10., 34., 37.), Yannik Wolf (13., 29.) und Oliver Dreier (39.) hatten ebenso freistehend vergeben wie auf der anderen Seite Baki Yalcin (12.), Rainer Mbogbe (19.) und Jurij Jeremejev (33.).

Im zweiten Durchgang standen die Abwehrreihen etwas besser, doch Sebastian Witt (46.) und der Ex-Sylter Romano Lindner (73., 89.) hatten weitere Hochkaräter vergeben. Die mangelhafte Chancenverwertung hätte sich beinahe gerächt, doch Jurij Jereemejev zielte in der Nachspielzeit bei einem Freistoß hauchdünn vorbei.

Sylts "Ehemaliger" Bertrand Bingana, der jetzt für den Bremer Regionalligisten FC Oberneuland spielt, aber am Sonnabend Volker Koppelt das Coachen abgenommen hatte, lobte: "Ich bin stolz auf die Jungs. Wir haben unglücklich verloren." Dafür, dass man jede Woche mit einem neuen Team antrete, sei die Leistung sehr gut gewesen. Am Sonnabend feierten Rifat Eryüce und Emmanuel Ngon a Goufan ihre Premiere. Mittlerweile hat der FC Sylt zwar weitere neue Spieler angeheuert, spielberechtigt waren sie jedoch noch nicht, so dass auf der Bank nur der zweite Torhüter Morten Nagel saß. Der sollte sogar zunächst im Feld ran, doch Yakubu Adamu traf noch rechtzeitig ein.

Einen Trainer suchen die Sylter weiterhin. Als Zuschauer stand Bernd Gerulat am Spielfeldrand, mit dem ein Gespräch geführt werden sollte. Dazu kam es aber nicht. Gerulat hatte nach 50 Minuten genug gesehen und verließ das Stadion, nachdem niemand zu ihm Kontakt aufgenommen hatte.FC Sylt: M. Balsam - Eichhorn, Eryüce, Ngon a Goufan, Sankowski - Diarra, Jeremejev, Mbogbe, Yalcin, Adamu - Schrum.

Preetzer TSV: Weidner - Schönemann, von Randow, Hansen, Dreier - Witt (70. Meyer), Lindner, Göben, F. Ziehmer - Wolf (59. Degenhard), Cumur (70. Heine). Schiedsrichter: Thorstenn Balsam (Altenholz). Zuschauer: 55. Tor: 0:1 Göben (54., Foulelfmeter). Beste Spieler: Balsam, Mbogbe/Weidner, Göben.

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