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Meisterehrung in Husum : „Wir müssen uns nicht verstecken“

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Kreissportverband und Kreis Nordfriesland ehrten in Husum wieder einmal ihre sportlichen „Aushängeschilder“. 214 Athletinnen und Athleten waren auf Landesebene, national oder international erfolgreich.

„Was den Spitzensport angeht, brauchen wir uns in Nordfriesland nicht zu verstecken“, freute sich Siegfried Puschmann nach einem zweistündigen Ehrungsmarathon in der Aula der Husumer Hermann-Tast-Schule (HTS). Umrahmt von musikalischen Einlagen der HTS-Combo und akrobatischen Vorführungen des schuleigenen Zirkus Miraculix hatte der stellvertretende Kreispräsident zuvor gemeinsam mit Landrat Dieter Harrsen und Matthias Hansen, dem Vorsitzenden des Kreissportverbandes (KSV), 214 Athleten, die es im Vorjahr mindestens einmal als Landesmeister ganz oben auf das schleswig-holsteinische Siegertreppchen oder aufs Podest bei norddeutschen Wettbewerben geschafft hatten, mit einer Urkunde und dem inzwischen traditionellen „Nordfriesland-Meister-Handtuch“ ausgezeichnet. Bei manchen der nordfriesischen Spitzensportler konnte Kim Koltermann – der Beisitzer im KSV-Vorstand moderierte erstmals die abwechslungsreiche Feierstunde – zudem auf weitere Erfolge bei nationalen (zum Beispiel bei Johann Hansen, dem Deutschen U  75-Badminton-Meister) und sogar internationalen Wettbewerben (zum Beispiel bei Wolfgang Reuter, dem M85-Weitsprung-Weltmeister) hinweisen. Ausdrücklich gewürdigt wurden darüber hinaus Niklas Meisenzahl, Kerrin Steensen und Nia Carstensen, die die Leser der „Husumer Nachrichten“, des „Nordfriesland Tageblatt“, der „Sylter Rundschau“ und des „Insel-Boten“ als Sportler, Sportlerin und Talent des Jahres gewählt worden waren.

80 Einzelkämpfer, 17 siegreiche Vereinsmannschaften, neun Landesauswahlspieler und vier Schulteams in 18 Sportarten – das sei nicht nur eine überaus stolze Bilanz für den nordfriesischen Sport, sondern auch ein Beleg für das gute und große ehrenamtliche Engagement, betonte Dieter Harrsen. Die Basis für diesen Erfolg werde im vielfältigen Breitensportangebot gelegt. Rund jeder dritte Nordfriese sei in einem Verein aktiv, „und diese Zahl ist seit Jahren – trotz des demografischen Wandels – stabil!“

Auch für Matthias Hansen standen nicht allein die Topleistungen im Mittelpunkt: „Sport nimmt heute eine ganz wichtige gesellschaftliche Funktion wahr, vermittelt Werte, die sonst nirgendwo mehr vermittelt werden, stärkt die Persönlichkeitsentwicklung und führt darüber hinaus junge Menschen auch an das Ehrenamt heran.“ Die rund 200 Vereine trügen überdies maßgeblich zur Integration von Menschen aus sozialen Randgruppen, mit Migrationshintergrund und mit Behinderungen bei. „Und da müssen wir dann auch über Geld sprechen“, wandte sich der KSV-Chef an die Politik. Denn das alles könne nur gelingen, wenn die Übungsleiter qualifiziert ausgebildet und die Sportstätten in einem angemessen Zustand ausgestattet seien.

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