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ruder-weltmeisterschaft in frankreich : Versöhnlicher Abschluss für Hartig

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Der Sportler von der Friedrichstädter Rudergesellschaft erreicht bei den Weltmeisterschaften im französischen Aiguebelette Rang 14 im Einer und ist zufrieden mit seinem Abschneiden.

shz.de von
erstellt am 09.Sep.2015 | 11:50 Uhr

Die erste Weltmeisterschaft als Schwergewicht fand für Lars Hartig doch noch einen versöhnlichen Abschluss. Der Ruderer aus Friedrichstadt spurtete im französischen Aiguebelette im C-Finale des Männer-Einers auf Rang zwei und belegte somit insgesamt Rang 14 in der wohl am härtesten umkämpften Bootsklasse.

Im Rennen um die Plätze 13-18 hatte der Sportsoldat es auf dem malerischen Lac d’Aiguebelette mit dem Kanadier Pascal Lussier, dem Chinesen Ganggang Li, dem Mexikaner Juan Carlos Cabrera, dem Finnen Robert Ven und dem Brasilianer Steve Hiestand zu tun. Bereits am Start der 2000 Meter langen Strecke zeigte Hartig mit einem starken Spurt, wo es hingehen sollte – weit nach vorne. Nur der körperlich überlegen Mexikaner Cabrera konnte folgen und sich gemeinsam mit dem Friedrichstädter von anderen vier Skullern absetzen – immerhin die besten aus den Rudernationen Kanada, China, Finnland und aus Brasilien, das vor den „Heimspielen“ 2016 in Rio mächtig aufgeholt hat. Am Ende gab es einen Zweikampf zwischen Deutschland und Mexiko, den Cabrera aufgrund seiner physischen Überlegenheit für sich entschied. Vor den Augen der mitgereisten Friedrichstädter war es für Lars Hartig dennoch ein überzeugendes letztes Rennen bei diesen Weltmeisterschaften.

„Das ist ein vernünftiges Ende“, befand auch Lars Hartig. „Ich denke, das war mein bestes Rennen hier. Ich bin am Start gut weggekommen und bin auch in der zweiten Hälfte des Rennens aktiv geblieben.“ Trainer Lars Koltermann war ebenfalls zufrieden: „Lars hat die Aufgaben gut umgesetzt und sich mit einem guten Rennen verabschiedet. Auch wenn er hier nicht die direkte Qualifikation für Rio geschafft hat, können wir mit seiner ersten Saison als Schwergewichtsruderer sehr zufrieden sein, immerhin hat er sich gleich für die WM qualifiziert, was vorher beileibe nicht sicher war.“

Ziel müsse nun sein, physisch zuzulegen und im nächsten Frühjahr im Einer auf der nationalen Rangliste möglichst weit nach vorne zu rudern, so Koltermann weiter. „Der Einer muss immer schnell sein, wenn es Richtung Olympia als Bootsklasse weiter gehen soll, aber auch, wenn Lars noch den Sprung in den Doppelzweier oder Doppelvierer schaffen möchte, wo es international zwar hart, aber nicht ganz so hart wie im Einer zugeht.“

Im Halbfinale um das C-Finale, in dem Hartig einen der ersten drei Plätze belegen musste, hatte der Nordfriese einen Tag zuvor gegen die besten Einerruderer aus Monaco, China, der Schweiz, Kanada und den USA eine ansprechende Leistung geboten und war früh in Führung gegangen. Als das Erreichen des C-Finals kurz nach der Hälfte der 2000 Meter Distanz in trocknen Tüchern war, nahm Hartig Tempo heraus, um Kräfte zu sparen. Am Ende begnügte er sich mit Rang zwei hinter dem Kanadier Pascal Lussier. Der dritte Platz ging an Ganggang Li aus China.

„Ich wäre sehr gerne ins Halbfinale um den A-Endlauf gekommen, auch wenn das in dieser knüppelharten Klasse ein sehr ehrgeiziges Ziel war“, lautet das Fazit von Schleswig-Holsteins Sportler des Jahres, der ein sehr schweres Viertelfinale erwischt hatte. Die drei Erstplatzierten hatten auch die Halbfinals überstanden und allesamt das Finale erreicht.

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