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halawani und koschenz treffen im derby : Überlegen gespielt – aber verloren

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die SH-Liga Fußballer der Husumer SV können einen 2:1-Vorsprung im Derby bei TuRa Meldorf nicht halten und unterliegen am Ende mit 2:3. Selbst Meldorfs Trainer Daniel Backenhaus bezeichnete den Sieg als glücklich.

Ein schlechtes Gewissen hatte er nicht, aber ehrlich gab er dann doch zu, dass der Sieg seiner Mannschaft – überdies im Abstiegskampf eminent wichtig – etwas glücklich war. Daniel Backenhaus, TuRa Meldorfs Trainer, freute sich über den 3:2 (1:0)-Sieg, lobte aber auch die unterlegene Husumer SV, die dem Sieg nahe war: „Wir haben heute wirklich nicht gut gespielt und nur aufgrund der individuellen Klasse einiger Spieler gewonnen. Husum war stark, hat toll gefightet und hätte mindestens einen Punkt verdient gehabt.“

Andre Teubler, Husums Co-Trainer, der den beruflich verhinderten Malte Köster vertrat, konnte da nur müde lächeln. Komplimente helfen dem Tabellenvorletzten im Abstiegskampf nicht weiter, Punkte müssen her. Am Osterwochenende haben die Nordfriesen spielfrei. Die Dithmarscher waren vor der Pause etwas agiler, lagen nach 45 Minuten nicht unverdient nach dem Treffer ihres Torjägers, des ehemaligen Husumers Ian-Prescott Claus nach Vorlage von Lennart Dora mit 1:0 in Führung. Andre Teubler befand: Wir haben nicht gut gespielt, Meldorf war aber auch nicht sonderlich stark.“

Nach dem Wechsel jedoch präsentierten sich die Gäste von ihrer guten und kampfstarken Seite. „Auch spielerisch sah das gut aus“, lobte Teubler, der an der Einstellung der Mannschaft nichts auszusetzen hatte. Die Nordfriesen übernahmen in dem Westküsten-Derby die Initiative und glichen mit dem Strafstoß von Salam Halawani aus (54.). Leif Hahn hatte zuvor Jonas Cordts, der für den verletzt ausgeschiedenen Sebastian Kiesbye in die Partie kam, gelegt. Von diesem Ausgleich beflügelt spielten die Gäste weiter munter nach vorne, während Meldorf, zumeist mit langen Bällen operierend, zunehmend den spielerischen Faden verlor. Dies nutzte Marc Koschenz aus, der aus rund 14 Metern das Leder trocken zum 1:2 ins TuRa-Gehäuse beförderte (76.).

Doch die Freude währte nicht lange. Claus nahm nach einem Freistoß Maß und jagte den Ball zum 2:2 ins Husumer Tor. Diese individuelle Klasse – von Backenhaus beschrieben – war es, die den Unterschied ausmachte, wenngleich sich André Teubler auch über die Entstehung ärgerte. „Wir kommen in dieser Situation nicht in den Zweikampf. Das Foul findet dann viel zu spät in der Nähe des Strafraums statt“, so Teubler über die unglückliche Aktion von Sebastian Steglich.

Es kam noch schlimmer. Rouven Drzimkowski schob in der Schlussminute auch noch zum 3:2 ein und stellte damit den Spielverlauf komplett auf den Kopf. „Ganz bitter für uns. Ein Punkt wäre in unserer Situation aber eigentlich auch zu wenig gewesen“, so Teubler, der sich ärgerte: „Wir müssen so einen Vorsprung einfach mal über die Runden bringen. Dieser unbedingte Willen, das Erreichte nicht mehr herzugeben, fehlt uns manchmal noch.“

TuRa Meldorf: Pycha – Barthels, Schmidt, Lorenzen, Hahn – Buggenthien, Dora – Drzimkowski, Jebens, Witt – Claus.

Husumer SV: Hübner – Koschenz, Herpel, Wullenweber, Wetzel – Hornburg, Steglich, Lorenzen, Nagel – Kiesbye (37. Cordts), Halawani.

Schiedsrichter: Eckstein-Staben (Wentorf).

Zuschauer: 200.

Tore: 1:0 Claus (31.), 1:1 Halawani (54., Foulelfmeter), 1:2 Koschenz (76.), 2:2 Claus (77.), 3:2 Drzimkowski (87.).

Beste Spieler: Dora, Claus/Koschenz, Lorenzen, Nagel.

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