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Handball SH-Liga : Torfestival in der Mildauhalle

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Handballer des TSV Mildstedt haben sich in der SH-Liga in Torlaune präsentiert. Sie bezwangen die HSG Horst/Kiebitzreihe mit 41:32. Die HSG Nord-NF beendete in Büdelsdorf ihre Negativserie, nur der Bredsteder TSV ließ einen Punkt liegen.

shz.de von
erstellt am 07.Feb.2017 | 06:00 Uhr

Die Handballer des Bredstedter TSV mussten in der SH-Liga mit dem 34:34 beim abstiegsbedrohten TSV Alt Duvenstedt einen Rückschlag im Titelrennen hinnehmen. Der TSV Mildstedt (41:32 gegen die HSG Horst/Kiebitzreihe) und Aufsteiger HSG Nord-NF (31:26 beim Büdelsdorfer TSV) sammelten hingegen wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg.


TSV Mildstedt – HSG Horst/Kiebitzreihe 41:32 (20:21)
Das Spiel in der Mildauhalle begann zerfahren. Beide Mannschaften legten ein enormes Tempo vor, agierten allerdings auch ohne Abwehr. Da dem TSV neben den drei Langzeitverletzten auch noch Kristof Kossow, Andre Empen und Thore Jess fehlten, musste er auf Spieler aus der Zweiten zurückgreifen. „Da ist es klar, dass speziell die Defensive nicht sofort funktioniert“, erklärte Trainer Thorsten Schella die hohe Anzahl an Gegentoren. Zwar setzte sich Mildstedt schnell auf 5:2 ab, fand aber danach selten ein Mittel gegen die schnellen Angreifer der Gäste. Trotz verschiedener Abwehrformationen kassierte der Gastgeber allein in der ersten Halbzeit 21 Gegentore. Aber auch Mildstedt erzielte 20 Tore. „Zwar wurde Mario Petersen über 60 Minuten in Manndeckung genommen, dennoch konnte Kiebitzreihe seine gefährlichen Distanzwürfe nicht verhindern“, lobte Schella seinen Linkshänder, der 14 Mal (sieben Strafwürfe) einnetzte. Nach dem Wechsel agierte der TSV mit Michael Kölbel aus der zweiten Mannschaft in der Abwehr. Das sollte sich auszahlen, da das Urgestein wesentlich mehr Stabilität in die Defensive der Hausherren brachte. Mit einem 7:0-Lauf setzten sie sich bis zur 40. Minute auf 27:21 ab. Insbesondere Thomas Hansen und Dennis Gehm erzielten viele einfache Tore durch Gegenstöße. Spätestens beim 33:24 (45.) war das Spiel entschieden. „Ich muss der Mannschaft ein riesiges Kompliment aussprechen. Trotz der Personalnot finden wir immer besser in die Saison“, freute sich Schella über den am Ende deutlichen 41:32-Heimsieg.

TSV Mildstedt: Hansen, Beißner – Göres (1), Kölbel (2), Flick (2), Lorenzen (3), Petersen (14/7), Hansen (9), Brandt (1), Lutz (1).


TSV Alt Duvenstedt – Bredstedter TSV 34:34 (18:14)
Bredstedt ging schnell mit 4:2 in Führung. BTSV-Coach Ralf Johannsen merkte allerdings schon zu diesem Zeitpunkt, dass die nötige Spannung seiner Spieler fehlte. Hinzu kam ein geschickt agierender Gegner, der sich gut auf die Nordfriesen vorbereitet hatte. „Kompliment an Duvenstedt. Sie haben uns ausgeguckt und unsere Schwächen geschickt ausgenutzt“, lobte Johannsen. Von nun an waren die Gastgeber aktiver und kamen immer wieder über den starken Sven Karsten zum Erfolg. Die Bredstedter Defensive fand keine Einstellung zum Spiel und musste Alt Duvenstedt zu oft gewähren lassen. Über 7:11 (19.) und 11:16 (24.) ging der BTSV mit einem 14:18-Rückstand in die Pause. Bis zum 14:22 Rückstand (37.) änderte sich nichts an der Kräfteverhältnissen. Duvenstedt agierte überlegt, während Bredstedt zu viel über Einzelaktionen versuchte. „Ich war gezwungen, etwas anderes zu versuchen“, erklärte Johannsen seine Abwehrumstellung auf eine offensive Deckung. Zudem suchte Bredstedt sein Heil in einer Tempoverschärfung. Mit Erfolg – plötzlich waren die Nordfriesen im Spiel. Über 19:23 (40. ) und 27:29 (51.) war in der 59. Minute der 32:32-Ausgleich durch David Kordtomeikel hergestellt. Und als dann noch der Führungstreffer zum 33:34 fiel, wäre der BTSV fast noch mit einem blauen Auge davon gekommen. Doch Duvenstedt erzielte noch den Ausgleich. „Vielleicht muss ich diesen Punktverlust auf meine Kappe nehmen. Ich habe es nicht geschafft, meinen Spielern die Wichtigkeit dieser Partie einzuimpfen. Wir waren zeitweise mental nicht auf der Höhe und spielten unüberlegt“resümierte Johannsen.

Bredstedter TSV: Görtzen, Hansen – Marc Görtzen (2), Hensen (4), Kordtomeikel (3), M.Görtzen, Ilgner (8), Kotzan, Sörensen (8), Flatterich (6/4), Redinger (3).


Büdelsdorfer TSV – HSG Nord-NF 26:31 (11:15)
Endlich hat die HSG ihre Negativserie nach vier Niederlagen in Folge gestoppt und unter dem neuen Trainer Mario Kretschmer den ersten Sieg gefeiert. „Grundstein war unsere gute Deckungsarbeit im ersten Abschnitt“, analysierte der Coach, der aber auch noch viel Luft nach oben ausgemacht hat. „Der Sieg war eminent wichtig, allerdings sollten wir ihn nicht überbewerten, dafür fehlte es Büdelsdorf an Qualität. Um auch die nächsten Aufgaben zu meistern, müssen wir uns vor allem im Angriff deutlich steigern.“ Die Chancenverwertung war vor allem vor der Pause mangelhaft. Zwar gingen die Nordfriesen schnell mit 3:0 in Front, vergaben aber in der Folgezeit reihenweise bester Tormöglichkeiten. Dass das Kretschmer-Team dennoch nach 25 Minuten bereits mit sechs Toren vorne lag, war in erster Linie den zahlreichen Fehlern der Heimmannschaft zu verdanken. Nach dem Wechsel kamen die Hausherren etwas besser ins Spiel und kämpften sich bis zur 50. Minute auf zwei Tore heran (26:24). Kretschmer: „Wir haben in der zweiten Halbzeit die Konsequenz in der Abwehr vermissen lassen. Das hat Büdelsdorf mit leichten Toren aus dem Rückraum ausnutzen können. Letztlich sind wir aber nicht wirklich in Schwierigkeiten gekommen“. Die Nordfriesen zogen das Tempo noch einmal an und bejubelten einen wichtigen Auswärtssieg.

HSG Nord-NF: Hoeck, Breuel – Brix (4), Lassen (4), Petersen (5/2), Jürgensen (1), Enewaldsen (1), Nicolasen (6/3), Böhmer, Thoroe (3), Einspannier, Bath (2), Boyschau (5/2).

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