Benefizturnier in Süderlügum : Toller Handball und große Emotionen

Emotionale Pokalübergabe: Mitch Leu vom Siegerteam nimmt Lene und Mattis Rodewald in die Arme.
Emotionale Pokalübergabe: Mitch Leu vom Siegerteam nimmt Lene und Mattis Rodewald in die Arme.

3. Svero-Cup: Mehr als 80 Weggenossen und 400 Zuschauer gedachten bei einem Turnier dem 2014 verstorbenen Mitspieler Sven Rodewald.

shz.de von
07. Januar 2019, 10:55 Uhr

Süderlügum | Als Mitch Leu den Siegerpokal von Lene und Mattis Rodewald am Sonnabend in der Süderlügumer Sporthalle entgegen nahm, übermannten ihn die Gefühle. Dabei war es nicht die Titelverteidigung bei der dritten Auflage des Svero Cups, die den Handballer so emotional berührte, sondern der Grund für dieses Handballturnier der besonderen Art. Leu gedachte in dem Moment Sven Rodewald, mit dem er lange zusammen gespielt hatte.

Viele Unterstützer aus der ganzen Region

So wie ihm ging es den vielen ehemaligen und den zum Teil noch aktiven Handballern. Über 80 waren zum 3. Svero-Cup nach Süderlügum gekommen, um sich nach zwei Jahren wiederzutreffen und vor allem auch zu helfen. Der Sport war an diesem Sonnabend nur Nebensache. „Es ist schon enorm und zeigt den Stellenwert, den Sven bei seinen Mitspielern, Trainern, Fans und auch Gegenspielern hatte. Es sind sogar noch mehr Spieler gekommen, als beim letzten Svero-Cup vor zwei Jahren“, war Norman Rodewald sehr überwältigt von der Menge der Teilnehmer und auch von der Unterstützung aus der ganzen Region.

Sven Rodewald war überraschend mit 43 Jahren im Sommer 2014 gestorben. Ihm zu Ehren veranstalteten sein Bruder Norman zusammen mit engen Freunden und Mitspielern des MTV Leck, der SG Flensburg-Handewitt und der HSG Nord NF 2015 den 1. Svero-Cup. Damit wollten sie auch die beiden kleinen Kinder von Sven Rodewald finanziell etwas unterstützen. Wie damals geht auch diesmal die Hälfte der erspielten Summe in die Ausbildung von Lene und Mattis, die andere Hälfte spenden die Organisatoren an das Wilhelminen-Hospiz in Niebüll.

Es ging auch mal zur Sache: Dennis Stapelfeldt (Mitte) und Kai-Simon Römpke (re.) im fairen Zweikampf.
Pustal
Es ging auch mal zur Sache: Dennis Stapelfeldt (Mitte) und Kai-Simon Römpke (re.) im fairen Zweikampf.
 

„Spielen für einen guten Zweck“ lautete also einmal mehr das Motto. Dafür zahlte jeder Spieler gerne seine zehn Euro Startgebühr, aß gerne die leckeren Kuchen und Torten oder Würstchen, die von ehrenamtlichen Helferinnen gebacken und angeboten wurden.

Oldies lassen ihr Können aufblitzen

Und die über 400 Zuschauer wurden auch mit handballerischen Leckerbissen belohnt, auch wenn den ergrauten Handball-Oldies nicht mehr alles gelang. Phasenweise ließen sie ihr Können aber noch einmal aufblitzen.

Fünf Teams traten an, wobei schon gleich das erste Spiel das entscheidende werden sollte. Titelverteidiger „Team Mitch“ und „Team OWW“ eröffneten das Turnier. Mitch Leu konnte einmal mehr große Namen aufbieten wie Mille Bartschies und Maik Makowka, in der ersten und zweiten Liga für die SG Flensburg-Handewitt aktiv, sowie Kai-Simon Römpke. Auf der Bank saß Dirk Rauin, ehemaliger Trainer der HSG Nord NF. Das Team aus Ostenfeld, Winnert und Wittbek – über zwei Jahrzehnte in vielen Spielen Gegner von Sven Rodewald – hielt aber, angeführt von Kai Flatterich gut mit und verlangte dem Favoriten alles ab. Knapp mit 10:8 behielt Team Mitch aber die Oberhand.

Team Mitch verteidigt Titel

Für OWW sollte es die einzige Niederlage bleiben, es folgten Siege gegen „Team Mayo“ (11:6), „Team Fuzzy von 1989“ (8:6) und „Team Celle“ (12:4). Team Mitch hatte gegen Team Fuzzy von 1989, die Mannschaft der damaligen A-Jugend des MTV Leck mit Martin Tank, Ralf Baggesen, Tommy Hansen und Namensgeber Holger Petersen wenig Mühe und gewann deutlich mit 12:7. Einzig das Team Mayo um Jörg May mit ehemaligen Spielern des TSV Rotweiß Niebüll wie dem heutigen Geschäftsführer des THW Kiel, Thorsten Storm, Jörg Bahlmann, Heiner Carstensen, Henry Stapelfeldt und Meinhard Matzen, stoppte mit 7:6 den Siegeszug des Titelverteidigers.

Gegen Team Celle siegte die Rauin-Truppe mit 9:6 und sicherte sich so aufgrund des direkten Vergleichs erneut den Turniersieg vor OWW.

Dritter wurde Team Fuzzy mit Siegen gegen Team Celle (11:2), der Truppe ehemaliger Süderlügumer Spieler, und Team Mayo (12:4). Platz vier belegte das Team Mayo, das außer gegen den Turniersieger nur noch gegen Team Celle (8:2) gewann. Für das Team Celle blieb ohne Sieg nur der letzte Platz. Aber das störte schon bei der Siegerehrung keinen der Spieler.

Der Dank von Norman Rodewald und seinen vielen Helfern galt vor allem den vielen Spielern – von der Kreisliga bis zur Bundesliga – den Schiedsrichtern, den Sanitätern, den Sponsoren und natürlich den Zuschauern, die für eine großartige Kulisse dieses besonderen Handballturniers gesorgt haben.

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