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Deutsche Meisterschaften der U17-Floorballer in Garding : „Tetenbulls“ verpassen das Podium

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Spannende Spiele, tolle Atmosphäre und fast 2000 Zuschauer an beiden Finaltagen – die Deutsche Meisterschaft der U 17-Floorballer in Garding war für Ausrichter TSV Tetenbüll ein Riesenerfolg.

shz.de von
erstellt am 21.Jun.2016 | 06:15 Uhr

Nicht nur aus sportlicher Sicht, weil die gastgebenden „Tetenbulls“ den vierten Rang belegten. Alle waren voll des Lobes für die Nordfriesen. Der Titel ging allerdings in die neuen Bundesländer. Die „Floor Fighters“ aus Chemnitz durften sich als neuer Deutschen Meister feiern lassen.

Die sechs besten Teams Deutschlands schenkten sich vom ersten Spiel an nichts. „Das Teilnehmerfeld war hochkarätig besetzt, die Partien allesamt spannend bis zum Schluss“, sagte Svend Mundsahl, Trainer der „Tetenbulls“. „Das zeigt, auf welch hohem Niveau hier gespielt wird.“

Die „Tetenbulls“ hatten es in ihrer Gruppe mit Vorjahressieger Bonn und dem Nachwuchs von Rekordmeister Weißenfels zu tun. Außerdem waren mit Hamburg, Chemnitz und Kaufering drei weitere Hochkaräter am Start. Im ersten Gruppenspiel gegen Weißenfels feierte das Team von Trainer Mundsahl einen knappen 2:1-Erfolg. Auch im zweiten Gruppenspiel gegen Bonn ging Tetenbüll 2:0 in Führung, musste aber in dramatischen Schlussminuten noch den Ausgleich hinnehmen. In der Verlängerung hatte Bonn mit 3:2 das bessere Ende für sich. Da Bonn sein Spiel gegen Weißenfels mit 4:3 gewann, qualifizierten sich der Gastgeber als Zweiter für das Halbfinale. In der Gruppe A setzte sich Chemnitz vor Hamburg und Kaufering durch.

Im Halbfinale trafen die Tetenbulls auf den Turnierfavoriten aus Chemnitz. Zwar gingen die Nordfriesen in Führung, mussten sich am Ende aber mit 1:2 geschlagen geben. Der Traum vom Finale war geplatzt. Im zweiten Halbfinale stand es zwischen Bonn und Hamburg nach regulärer Spielzeit 3:3, die Verlängerung blieb torlos. So ging es ins Penaltyschießen, in dem sich die hanseatischen „Piranhas“ mit 2:1 gegen Bonn durchsetzten.

Im Spiel um Platz drei wollten die „Tetenbulls“ gegen Bonn eine Revanche für die Niederlage im Gruppenspiel, gingen auch schnell in Führung. Doch im letzten Spielabschnitt schwanden die Kräfte. Bonn nutzte seine Chancen konsequenter und gewann noch 4:1. Die „Tetenbulls“ hatten das Podest verpasst, mussten mit Rang vier Vorlieb nehmen. „Natürlich sind wir enttäuscht, dass es nicht gereicht hat. Aber in ein paar Tagen können wir mit Stolz auf das Ergebnis blicken. Die Jungs haben einen tollen Job gemacht und bis zum Umfallen gekämpft“, sagte Trainer Mundsahl.

Im Finale zeigten die „Floor Figthers“ Chemnitz abschließend noch einmal, warum sie als Favorit gehandelt worden waren. Gegen Hamburg ließ das Team von Beginn an nichts anbrennen, gewann mit 4:1 und holte sich verdient den deutschen Meistertitel.

Gardings Bürgermeisterin Andrea Kummerscheidt war von der Veranstaltung begeistert: „Das war beste Werbung für Eiderstedt und den Floorballsport. Fast 2000 Zuschauer sahen eine packende Meisterschaft auf hohem Niveau. Ein großes Lob an die Organisatoren, die dieses Event auf die Beine gestellt haben.“

Dass die DM überhaupt nach Eiderstedt vergeben wurde, hat viel mit dem großen Engagement im TSV Tetenbüll zu tun. „Bei 200 Mitgliedern und 60 aktiven Floorballern sieht man, dass der Verein sich in den vergangenen fünf Jahren sehr stark auf Floorball konzentriert hat“, sagte TSV-Vorsitzender Wolfgang Witte. „Das ist auch der intensiven Nachwuchsförderung zu verdanken.“

Die hervorragende Organisation wurde dabei von allen teilnehmenden Teams und vom Verband Floorball Deutschland gewürdigt. Mehr als 60 freiwillige Helfer sorgten dafür, dass die Deutsche Meisterschaft ein Floorballfest wurde. Dazu trug auch die finanzielle Unterstützung von mehr als 60 Spendern und Partnern bei, ohne die die Ausrichtung eines solchen Turniers nicht möglich gewesen wäre.

Der Endstand: 1. „Floor Fighters Chemnitz“, 2. ETV Piranhas Hamburg, 3. SSF Dragons Bonn, 4. „Tetenbulls“ (SG Tetenbüll/Wyk), 5. VfL Red Hocks Kaufering, 6. UHC Sparkasse Weißenfels.

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